Archiv des Autors: Elke Durek

Bibliothekswissenschaftlicher Innovationspreis geht erneut nach Potsdam

„Bewegung fördert Lernen“

Janet Wagner am „Bikedesk“ in der Philologischen Bibliothek der FU Berlin

Bibliothekswissenschaftlicher Innovationspreis geht erneut nach Potsdam. Die Bachelorarbeit von Janet Wagner ist fast auch ein Beitrag zum Klimasemester.

Preisverleihung auf dem virtuellen Bibliothekartag nächste Woche in Hannover: Donnerstag, 28. Mai 2020, 12:30 Uhr Raum1 (https://events.tib.eu/vbib20/)

 

 

Nachdem im letzten Jahr auf dem Deutschen Bibliothekartag alle drei Innovationspreise der bibliothekarischen Fachzeitschrift B.I.T Online an Potsdamer Abschlussarbeiten gingen, wird auch dieses Jahr wieder eine Absolventin aus Potsdam gewürdigt. Janet Wagner hatte nach der berufsbegleitenden, zum Studium vorbereitenden „Fernweiterbildung“ des Fachbereichs Informationswissenschaften im letzten Jahr ihren Bachelor abgeschlossen mit einer Arbeit zum Thema: „Bewegung fördert Lernen – neue Angebote am Lernort Bibliothek dargestellt am Beispiel der Philologischen Bibliothek“. Ihre Untersuchung beschäftigte sich damit, welche Angebote Bibliotheken machen können, um das Lernen, die Konzentration der Nutzerinnen und Nutzer zu unterstützen. Bewegungsfördernde Angebote können vor, während oder nach intensiven Lernphasen genutzt werden, um Konzentration zu steigern und eine stimulierende Lernumgebung schaffen.

Lernen, Lesen und Studieren finden normalerweise im Sitzen statt. Der Lernort Bibliothek ist dabei in letzter Zeit nicht mehr nur der ruhige, immobile, von einer strengen Bibliothekarin überwachte Raum. Zunehmend reagieren Bibliotheken darauf, dass dieser Ort attraktiv, anregend und kreativitätsfördernd sein soll. Und dass Bewegung den Geist und das Lernen fördern wusste schon der Spaziergänger Goethe.

Die von Prof. Dr. Stephan Büttner (FHP) und Sabine Wolf (Schillerbibliothek, Berlin) betreute Arbeit „Bewegung fördert Lernen“ geht der Frage nach, welche bewegungsfördernden Geräte für den Lernort möglich sind und welche Nutzungsmöglichkeiten sich daraus ergeben. Ob Bibliotheksneubau oder die Umgestaltung des Lernorts ohne bauliche Veränderungen: verschiedene Geräte zu Bewegung und / oder gleichzeitigem Studieren können das Lernen stimulieren und die Konzentration erhöhen. Mit diesen Nutzungsangeboten können Bibliotheken aktiv einen Beitrag gegen die „sitzende Gesellschaft“ leisten und im besten Fall ein Alleinstellungsmerkmal für ihre Institution erzielen. Praxisbeispiele aus dem anglo-amerikanischen Raum überzeugen mit Studien und Meinungsbildern, dass bewegungsfördernde Geräte am Lernort geschätzt und dauerhaft genutzt werden.

Am konkreten Beispiel einer vierwöchigen Teststellung eines stromerzeugenden Rads im Lesesaal der Philologischen Bibliothek der Freien Universität Berlin wurden notwendige Vorüberlegungen angestellt, um dieses Nutzungsangebot realisieren zu können (s.Bild). Beim Radeln am Bikedesk kann gleichzeitig das genutzte mobile Endgerät aufgeladen werden. Die nachhaltige Stromerzeugung ist neben der Bewegung ein Bonus, der zu einem positiven persönlichen Erlebnis führt und damit nachweislich das Lernen in der Bibliothek fördert.

Mehr Informationen: das Projekt als Beitrag der Agenda 2030 „Ziele für die nachhaltige
Entwicklung“: der Bikedesk in Aktion: https://www.biblio2030.de/bewegung-foerdert-lernen-philologische-bibliothek-fu-berlin/
Kontakt: Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm

#vBIB20 – die virtuelle Konferenz rund um bibliothekarische Themen

Save the date: 26. bis 28. Mai 2020

In Zeiten, in denen wir uns nicht persönlich zu Fortbildung, fachlichem und sozialem Austausch treffen können, veranstalten der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) und die TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek partnerschaftlich die #vBIB20 – die virtuelle Konferenz rund um Bibliotheken, Informationseinrichtungen und alle, die für sie arbeiten.

Aufgrund der aktuellen Lage musste der Bibliothekartag 2020 in Hannover leider abgesagt werden. BIB und TIB möchten nun gemeinsam positiv nach vorne schauen und mit einer digitalen Initiative voranschreiten.

Mit viel Engagement und Experimentierfreude wurde in den letzen Wochen an der Organisation der Online-Videokonferenz #vBIB20 gearbeitet. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die zahlreichen und spontanen Einreichungen. Das Ergebnis ist ein buntes und hochaktuelles Programm mit viel Platz für Austausch und Interaktion.

Die #vBIB steht allen Interessierten offen – kostenlos! Weitere Informationen finden Sie auf Twitter, Instagram sowie den FAQ. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an vbib20@bib-info.de.

Es freuen sich auf Ihre Teilnahme und einen regen virtuellen Austausch:

Dr. Ute Engelkenmeier (Berufsverband Information Bibliothek, BIB)

Prof. Dr. Sören Auer (TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek)

Es gibt auch ein BUB- Interview mit Dr. Ute Engelkenmeier zur vBIB-Konferenz!

Wir freuen uns, wenn auch viele TeilnehmerInnen der Fernweiterbildung Bibliothekswissenschaft an der virtuellen Alternative zum Bibliothekartag teilnehmen!

ps: den Text haben wir der Webseite der TIB entnommen…

Archive und Bibliotheken öffnen langsam wieder!

Nachdem durch die Corona-Pandemie nahezu alle Archive ihre Lesesäle geschlossen hatten und auch alle Bibliotheken geschlossen waren, scheinen diese jetzt mehr und mehr wieder zu öffnen.

So haben etwa die Lesesäle des Landesarchives Baden-Württemberg seit heute, 28. April, wieder geöffnet, allerdings unter Auflagen. So müssen sich die Nutzerinnen und Nutzer zuvor anmelden, da das Platzangebot durch die nötige Einhaltung der Mindestabstände eingeschränkt ist. Ebenso ist das Tragen eines Mundschutzes obligatorisch. Personen, die zu einer Risikogruppe gehören, wird hingegen generell von einem Besuch abgeraten.

Auch weitere Archive öffnen ihre Lesesäle wieder, wie das Landesarchiv NRW oder haben bereits in der letzten Woche geöffnet, wie jene des Hessischen Landesarchivs. Andere Archive wiederum arbeiten noch an einem Konzept, um perspektivisch in der nächsten Woche bzw. in den nächsten Wochen die Archive für Nutzerinnen und Nutzer wieder öffnen zu können.

Diese Entwicklung ist auch bei den Bibliotheken zu beobachten. So hat etwa die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg wieder mit eingeschränktem Betrieb für Besucherinnen und Besucher geöffnet, ebenso wie die Bayerische Staatsbibliothek und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.

Ebenso wie bei den Archiven ist bei einem Teil der Bibliotheken eine Öffnung ab nächster Woche beschlossen worden, so wie etwa bei den Leipziger Städtischen Bibliotheken, bei anderen Bibliotheken ist jedoch derzeit noch nicht abzusehen, wann diese wieder öffnen werden.

Herzliche Ostergrüße! Wir „sehen“ uns in den nächsten Wochen nur digital!

Wir wünschen allen Blogleser*innen ein paar schöne erholsame Ostertage!

An der Fachhochschule Potsdam sind alle Präsenzveranstaltungen bis mindestens 20. April abgesagt, wahrscheinlich ist sogar noch eine längere Frist. Das betrifft auch die Präsenzen der Fernweiterbildung. Im Direktstudium werden ab dem regulären Vorlesungsbeginn am 30. März, spätestens aber am 20. April, den Studierenden durch ihre Lehrenden Angebote für ein digital angeleitetes und moderiertes Selbststudium zur Verfügung gestellt. Auf ihrer Homepage informiert die Fachhochschule Potsdam in regelmäßigen Abständen zu allen wichtigen Entwicklungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (https://www.fh-potsdam.de/corona-info/).

Die Präsenzveranstaltungen der Fernweiterbildung werden auch bis zunächst Ende Mai entfallen und als reine digitale Veranstaltungen angeboten. Wir werden einen Mix aus synchronen und asynchronen Formaten durchführen, d.h. es gibt die gestreamte Vorlesung in Echtzeit z.B. mit Microsoft Teams oder anderen Programmen, es gibt Videos, interaktive Aufgaben, Material wird hochgeladen zum Bearbeiten, und vieles mehr … Das hat bei der Präsenz des G7er Kurses der Fernweiterbildung Archiv, die am 30. und 31. März stattgefunden hat, schon super geklappt!

Sie erhalten auch weiterhin ihre Teilnahmebescheinigungen und wir versuchen die Lehre so gut wie möglich umzustellen auf reine digitale E-Learning-Formate! Das ist für uns alle eine enorme Herausforderung, aber auch eine Chance, innovative neue Wege zu gehen und auszuprobieren.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich! Wir sehen uns hoffentlich demnächst auch alle wieder persönlich an der FHP!

Bibliothekartag 2020 abgesagt – Bibcamp im November an der FHP findet statt – vielleicht digital?

Der 109. Bibliothekartag 2020, der eigentlich vom 26.5. – 29. 5. in Hannover stattfinden sollte, wurde abgesagt. https://bibliothekartag2020.de/

Das ist natürlich traurig, aber der aktuellen Corona-Situation geschuldet. Wir hätten gerne wieder auf dem Podium der Verbände über unsere Angebote an Studiengängen und berufsbegleitender Fernweiterbildung im Bereich Bibliothekswissenschaft und Informationswissenschaften berichtet. Derzeit wird vorsichtig überlegt, ob die Veranstaltung nicht in kleinerem Format und digital stattfinden könnte.

Am 13. und 14. November ist als viel kleinere Veranstaltung das Bibcamp an der FHP geplant. Infos, was ein Bibcamp ist: https://de.wikipedia.org/wiki/BibCamp (das Bibcamp ist ein BarCamp für Diskussionen über aktuelle Entwicklungen im Bibliothekswesen und Informationsmanagement).

Über Twitter gibt es die Infos zu dem BibCamp: https://twitter.com/bibcamp?lang=de

Unser Prof Hans-Christof Hobohm organisiert das Bibcamp in Potsdam und wir sind gespannt, ob es vielleicht tatsächlich eine innovative virtuelle Version geben wird.