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Abschluss des 5. grad. Kurses – die Themen der Bachelorarbeiten

In diesem März war es für den 5. grad. Kurs endlich soweit: Nachdem die Bachelorarbeiten begutachtet waren und auch die Verteidigung gemeistert waren, konnten auch sie sich offiziell mit dem akademischen Grad des Bachelor schmücken.

Nachfolgend präsentieren wir die Bachelorarbeiten von Frau Beatrice Fischer und Herrn Marcus Heinrich ausführlich. Im Vorfeld haben beide Absolventen Fragen zur BA zugeschickt bekommen, der Text basiert größtenteils auf ihren Antworten.

Bibliotheks-Apps als Standardangebote!

Frau Beatrice Fischer von der Stadtbibliothek Sömmerda hat sich in ihrer BA mit dem „Vergleich von derzeit auf dem deutschen Markt verfügbaren Bibliotheks-Apps hinsichtlich Ihrer Usability und Funktionalitäten“ beschäftigt.

„Ziel der Arbeit war es, ausgehend vom aktuellen Angebot auf dem deutschen App-Markt, grundlegende, weiterführende und zukünftig denkbare Funktionalitäten sog. Bibliotheks-Apps zusammenzutragen und ihre Usability (Benutzerfreundlichkeit) zu untersuchen“ fasst Sie zusammen.

Nach der Marktsichtung wählte sie  vier Bibliotheks-Apps, die sie in ihrer BA hisichtlich der Features und der Unsability beschrieb: Die BibApp der Universitätsbibliothek Leuna, die App der Bücherhallen Hamburg, die iLibrary-App der TH Wildau und die Web Opac App. Zusätzlich zur Beschreibung und Begutachtung wurden Bibliotheksmitarbeiter und Kunden befragt. Eine Exkurs zu dem bisweilen sehr spielerisch angehauchtem Angebot der amerkanischen Bibliotheken rundete die Abschlusarbeit ab.

Doch welche Inhalte bieten die begutachteten Apps eigentlich an? Neben  den „Klassikern“ Bibliothekskatalog, Benutzerkonto und Informationen zu Bibliothek stellen einige Apps auch eine Indoor-Navigation oder Audioguides zur Verfügung.

Interessante Ergebnisse hinsichtlich der gewünschten Funktionen einer Bibliotheks-App brachte auch die im Rahmen des mylibrARy-Projektes durchgeführte Befragung von Bibliothekskunden/kundinnen und -mitarbeitenden. Neben einem „Freunde-Finder“ kam hier besonders häufig der Wunsch nach einer „Multifunktionalen Chipkarte“.

„Ich denke, dass Bibliotheks-Apps in den nächsten Jahren ebenso zum Standardangebot von Bibliotheken gehören werden, wie (mobile) Internetseiten es heute bereits tun“ ist ihre abschließende Meinung zum Thema.

Und welchen Tipp würde sie den zukünftigen Absolventen mit auf den Weg geben?

„Mein Tipp für zukünftige Absolventen und ihre Bachelorarbeit ist es, sich möglichst ein Thema auszusuchen, welches einen selbst begeistert und dessen Bearbeitung Spaß bereitet. Die abschließende Verteidigung der Arbeit sollte übrigens nicht (nur) als mündliche Prüfung angesehen werden, sondern als Chance sich bestmöglich als Experte auf seinem Themengebiet zu präsentieren, was man in gewisser Weise nach knapp 3 Monaten Bearbeitungszeit ja auch ist.“

 

Was wollen die Studierenden? Einen attraktiven Lernort!

Marcus Heinrich von der FH Brandenburg hatte sich des Themas „Die Bibliothek als attraktiver Lernraum – Eine Untersuchung am Beispiel der Hochschulbibliothek der Fachhochschule Brandenburg“ angenommen.

Beginnend mit der Frage „Was wollen die Nutzer?“ hat er die Raumgestaltung, die Ausstattung und das Serviceangebot der FH Brandenburg untersucht und gemeinsam mit den NutzerInnen der Bibliothek Verbesserungsvorschläge mit Hilfe eines Design-Workshops entwickelt.

Eine Erkenntnis seiner Untersuchung: „Im Wesentlichen wünschten sich die
Studierenden in der Bibliothek eine Wohlfühlatmosphäre. Diese ist gekennzeichnet
durch große Pflanzen, bequeme Sitzmöglichkeiten sowie Pausenbereiche.“

Besonders gelungen ist sein Ansatz auch Nicht-NutzerInnen in die Untersuchung miteinzubeziehen. Warum lernen diese statt in der Bibliothek lieber in der Mensa oder auf dem Campusgelände?

Die insgesamt gewonnenen Erkenntnisse wurden bereits im Rahmen eines Workshops den MitarbeiterInnen der Bibliothek vorgestellt und ein Maßnahmenplan, der kurz- mittel und langfristige Veränderungen beinhaltet, erarbeitet. Couchzonen lockern bereits jetzt den Bibliotheksraum auf, auch Arbeitstische wurden entfernt.

„Mittelfristig sollen u.a. mobile und schallhemmende Trennwände angeschafft werden.
Außerdem sind mobile Monitore in Planung. So können Inhalte gemeinsam
bearbeitet oder Präsentationen geübt werden. Um der Forderung nach Essen und
Trinken nachzukommen, werden Snack- und Kaffeeautomaten in die Planung
aufgenommen.“ fasst Marcus Heinrich die weitere Vorgehensweise zusammen.

Seine Tipps für die Absolventen?

„Ich habe mir einen detaillierten Zeitplan erstellt. So hatte ich stets den Überblick über
erledigte sowie anstehende Aufgaben. Ich habe jedoch den Aufwand für die
Transkription der Interviews unterschätzt. Daher ist ein Zeitpuffer am Ende
Bearbeitungszeit nicht schlecht.“

Die Arbeit steht hier online unter  zur Verfügung.

 

Abschließend hier eine Übersicht aller eigereichten und begutachteten BA.

Wir gratulieren den AbsolventInnen herzlich und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Berufs- und Lebensweg weiterhin viel Erfolg!

BA-Arbeiten_2015