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„Gewonnene Erfahrungen einbringen oder Eine gelungene Symbiose zwischen Fernweiterbildung und Beruf“

Ein Beitrag von Beatrice Fischer

Porträt

Bibliotheksleiterin Beatrice Fischer – Alle Bilder des Beitrags eigene Bilder der Autorin.

Nachdem ich 2009 die dreijährige Berufsausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Bibliothek in der Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda abgeschlossen hatte, folgte zunächst die befristete Übernahme für ein Jahr. 2010 erhielt erfreulicherweise einen unbefristeten Arbeitsvertrag und führte bereits hin und wieder Gespräche mit der Bibliotheksleitung über weitere Möglichkeiten der Fortbildung im Bibliotheksbereich. Ich hatte das Glück, von der damaligen Bibliotheksleitung von Anfang an Unterstützung in Sachen Weiterbildung erfahren zu haben. Die Arbeit in der Bibliothek bereitete mir Spaß und Freude. Der Beruf des FaMI ist sehr vielseitig und reichte in meinem Fall von der Betreuung der Ausleihe bis hin zur Mitwirkung an Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Aber auf der Suche nach einer Herausforderung und der beruflichen Weiterbildung interessierte ich mich zunehmend für die Berufsbegleitende Fernweiterbildung der Fachhochschule Potsdam. Ein Direktstudium kam für mich nicht in Frage, zu sehr hatte ich mich bereits an die Arbeit und das eigenständig verdiente monatliche Gehalt gewöhnt. Darauf wollte ich nicht mehr verzichten.

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Blick auf die Bibliothek Sömmerda

Mit dem Rückhalt der Bibliotheksleitung und einer anteiligen finanziellen Unterstützung durch den Arbeitgeber hatte meine Bewerbung an der FHP schließlich Erfolg und ich begann im Mai 2011 berufsbegleitend die Fernweiterbildung. Nach deren Abschluss und der erfolgreichen Verteidigung der Bachelorarbeit im Frühjahr 2015 hatte ich endlich den Abschluss Bachelor of Arts Bibliotheksmanagement in der Tasche. Der erhoffte Karriereschub ließ nicht lange auf sich warten: ein Wechsel in der Bibliotheksleitung stand an und ich war seit Beginn der Fernweiterbildung bereits in der Personalplanung als mögliche zukünftige Stellvertretung vorgesehen – natürlich nach einem erfolgreichen Abschluss. Seit Juni 2015 bin ich nun die stellvertretende Leiterin der Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda. Auf Grund der Elternzeit der neuen Bibliotheksleiterin übernehme ich seitdem auch für ein Jahr die amtierende Leitung.

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Beratung bei der Onleihe

Die Zeit während der berufsbegleitenden Fernweiterbildung war keine leichte. Wenn KollegInnen sich nach getaner Arbeit in den Feierabend oder in ein entspanntes Wochenende verabschiedeten, wusste ich: zu Hause wartet noch ein Haufen Arbeit auf dich. Neben dem Durcharbeiten von Unterrichtsmaterial und Fachlektüre standen Einzel- und Gruppenprojekte aber auch das Schreiben von mehr oder weniger umfangreichen Hausarbeiten an. Neben 3-4 zweitägigen Präsenzen im Jahr erfolgte die Wissensvermittlung in den jeweiligen Modulen online über die Lernplattform moodle. Es erfordert ein gutes Organisationstalent, neben beruflichen und privaten Verpflichtungen noch die einzelnen Deadlines der unterschiedlichen Module einzuhalten. In der Regel verliefen bspw. 3-4 Module gleichzeitig.

Es gab Zeiten, da hätte ich dem zusätzlichen und oft auch selbst auferlegten Stress und Druck gerne nachgegeben. Einigen anderen in meinem Kurs ging es phasenweise ähnlich. Auf den Abschluss der Fernweiterbildung bin ich daher in mehrfacher Hinsicht stolz.

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Blick in den Bibliothekssaal

Module wie Wissenschaftliches Arbeiten, EDV-Grundlagen, ABD-Infrastrukturen, Datenbanken und Bibliothekstypologie sind grundlegend und somit unverzichtbar. Rückblickend waren für mich vor allem die Module Informationsrecht, Medienpraktikum, Bildungsdienstleistungen, Vertiefung Management, Contentmanagementsysteme, Bestandsaufbau und –konzeption sowie das Wahlmodul Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising gewinnbringend. Mein bisheriges Fachwissen konnte ich durch diese Module erweitern und viele Inhalte wende ich heute regelmäßig in meinem Berufsalltag an, z. B. bei der Neugestaltung und Vorbereitung von Bibliothekseinführungen mit Schulklassen (Bildungsdienstleistungen und Informationskompetenz), der Personalführung (Vertiefung Management), der Betreuung der Homepage oder dem Bestandsaufbau.

Die Inhalte anderer Module waren für mich neu und für meine Arbeit in einer Öffentlichen Bibliothek auch wenig relevant, bspw. die Themen Open Access (Modul Digitale Publikations- und Medienformen), XML und Informatik. Interessant waren sie dennoch.

In den meisten Modulen war für mich ein direkter Praxisbezug gegeben. Hin und wieder konnte ich bereits beruflich gewonnene Erfahrungen in die Bearbeitung von Aufgaben einbringen, an anderer Stelle konnte ich die in Hausarbeiten erworbenen Kenntnisse im Job anwenden und das ein oder andere Projekt direkt umsetzen. Dieser Win-Win-Aspekt hat mir an der Fernweiterbildung sehr gut gefallen. Trotz des zusätzlichen Zeitaufwands, den man wirklich nicht unterschätzen sollte, kann ich die Fernweiterbildung der FHP jedem empfehlen, der sich berufsbegleitend weiterbilden möchte und eine höher gestellte Position im Bibliotheksbereich anstrebt.

„Berufserfahrungen untermauern und neuen Herausforderungen begegnen“ – Ein Beitrag aus der Reihe „Wege ins Archiv(wesen)“

von Dr. Margrit Prussat

Meine ersten Berufserfahrungen im Archivwesen habe ich im Archiv des Deutschen Museums in München gesammelt. Die Geschichte von Naturwissenschaften und Technik war für mich bis dahin eher Neuland und ich war begeistert von den vielfältigen Quellen und den Möglichkeiten ihrer Aufbereitung. Seither habe ich die Archive an Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen als äußerst interessantes Arbeitsfeld kennengelernt. Sie bieten ein hohes Potential an Entwicklungsmöglichkeiten und nicht selten auch die Freiheit, eigene Ideen umzusetzen. Trotzdem müssen natürlich auch alle archivischen Kernaufgaben fachgerecht erledigt werden.

Das Studium der Archivwissenschaften an der FH Potsdam war für mich daher der ideale Weg, um nach 14 Jahren Berufstätigkeit in zwei wissenschaftlichen Archiven die in der Praxis erworbenen Kenntnisse zu konsolidieren und fundierte Fachkenntnisse in jenen Bereichen anzueignen, mit denen ich bisher nicht in Berührung gekommen war. Schließlich ebnete mir dieses zweite Studium der Archivwissenschaften den Weg zu meiner heutigen Stelle als Leiterin des Universitätsarchivs Bamberg.

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Archivleiterin Dr. Margrit Prussat – Alle Bilder: Universitätsarchiv Bamberg

Den Einstieg ins Archivwesen fand ich durch einen thematischen Schwerpunkt, der sich wie ein roter Faden durch mein Erststudium der Ethnologie, Germanistik und Sozialpsychologie an den Universitäten Göttingen und München zog: die Beschäftigung mit visuellen Medien, vor allem mit der Fotografie. Meine Magisterarbeit bestand in einer empirischen Analyse der Reise-Diavortragsszene Mitte der 1990er Jahre in Deutschland. Nachfolgend konzentrierte ich mich stärker auf historische Fotografien. Nach dem Studienabschluss arbeitete ich zunächst in einer universalen Bildagentur bevor ich dann 1997 ins Deutsche Museum wechselte und hier vor allem in den Bereichen Bildarchiv/Bildstelle und Erschließung von Nachlässen tätig war. Zusätzlich habe ich viele Einblicke in die Arbeitsgebiete meiner Kolleginnen und Kollegen gewinnen können. Die Digitalisierung der Archive setzte zu jener Zeit verstärkt ein, was ich äußerst interessant fand.

Auch als Archivnutzerin gewann ich vielfältige Einblicke von dieser „Übergangszeit“ zum digitalen Archiv. In meiner Dissertation beschäftigte ich mich mit der Geschichte der Fotografie im Brasilien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Den Bildfundus  trug ich damals noch auf vielen Archivreisen in Deutschland und Brasilien zusammen – heute sind viele der Fotografien bereits online recherchierbar. Die Archivreisen möchte ich dennoch nicht missen, denn sie haben mir ganz andere Einsichten in die internationale Archivsparte gewährt als es durch die online Recherche möglich gewesen wäre.

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Digitalisierung von VHS-Kassetten

Die folgende berufliche Station erlaubte mir eine ideale Verbindung der Ethnologie mit den praktischen Kenntnissen im Archivwesen, ergänzt durch Fortbildungen an der Archivschule Marburg. Ab 2008 war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Digitalisierungsprojekt DEVA der Universität Bayreuth. In einem kleinen Team waren wir mit dem Aufbau eines physischen und digitalen Archivs für die Afrikawissenschaften der Universität Bayreuth beschäftigt und an diversen Kooperationsprojekten auch mit Partnerinstitutionen in Afrika beteiligt. Während dieser Berufstätigkeit an der Universität Bayreuth begann ich mit dem Masterstudium der Archivwissenschaften in Potsdam.

Als ich danach die Leitungsstelle des Universitätsarchivs Bamberg übernahm, waren vor allem jene Inhalte des archivwissenschaftlichen Studiums wichtig, die sich mit Archivmanagement, Archiventwicklungsplanung und diversen Bereichen der digitalen Archivierung  befassen. Im Aufbau der digitalen Archivierung und der Digitalisierung liegen momentan die Arbeitsschwerpunkte des Uni-Archivs Bamberg.

Repro-Arbeitsplatz des Universitätsarchivs

Universitätsarchive sind, zumindest in personeller Hinsicht, oft eher kleine Einrichtungen. Das gesamte Spektrum der archivischen Kernaufgaben und der weiteren Aufgaben und Projekttätigkeiten liegt daher nicht selten in Händen weniger Personen. Deswegen sind gute Kenntnisse in allen Kernbereichen des Archivwesens unerlässlich, neben einer fachlichen Spezialisierung in einigen wenigen Bereichen. Eine gute Vernetzung mit den Kolleginnen und Kollegen in der Archivwelt sorgt darüber hinaus dafür, bei besonderen Problemlagen kompetente Ansprechpersonen mit jeweils eigenen inhaltlichen Schwerpunkten zu finden. Beide Aspekte, das Fachwissen und die Netzwerkbildung, sind für mich die wichtigsten Resultate des Studiums der Archivwissenschaften. Die dreijährige Studienzeit war zwar, vor allem neben einer Vollzeitstelle, nicht immer ein reines Zuckerschlecken. Aber es hat sich gelohnt! Und ich bin sicher dass auch die Arbeitgeber/Archiveinrichtungen, vor allem durch den engen Praxisbezug, von dem berufsbegleitenden Studiums ihres Personals profitieren.

Hätte man mich vor einigen Jahren nach meinem Beruf
gefragt, hätte ich „Historiker und Archivar“ geantwortet – heute ist die Antwort eindeutig „Archivar und Historiker“.

– Ein Beitrag aus der Reihe „Wege ins Archiv(wesen)“

Dr. Stefan Schröder beendete 2014 sein Masterstudium erfolgreich mit der Arbeit „Archivmanagement in kleinen Archiven“. Damit gelang dem engagierten Grevener Archivar ein Leitfaden für die Professionalisierung der Archivarbeit in kleinen kommunalen Archiven. Stefan Schröder bloggt für das Stadtarchiv Greven im Archivamtblog und ist beliebter Referent auf Fachtagungen wie dem Westfälischen Archivtag. Für unsere Blogreihe gewährt er uns einen Blick auf seinen Lebenslauf.


Quelle: StaG F3D-595 (Stefan Schröder im Gespräch beim „Tag der Archive 2016“, den der AKAST, bestehend aus 25 Kommunalarchiven, diesmal zum Thema "1816-2016 ǀ 200 Jahre Kreis Steinfurt" in Steinfurt ausgerichtet hat)

Stefan Schröder im Gespräch beim „Tag der Archive 2016“, den der AKAST, bestehend aus 25 Kommunalarchiven, diesmal zum Thema „1816-2016 ǀ 200 Jahre Kreis Steinfurt“ in Steinfurt ausgerichtet hat. Quelle: Stadtarchiv Greven (StaG F3D-595)

Nach meinem Abitur 1986 und anschließendem Zivildienst habe ich 1988 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein Magisterstudium (zunächst Hauptfach Archäologie) begonnen und im Jahr 2000 das Studium der Neueren und Mittelalterlichen Geschichte und Romanistik mit der Direktpromotion beendet. 2005 wurde meine Dissertation „Displaced Persons im Landkreis und in der Stadt Münster 1945-1951“ veröffentlicht. Hierfür waren Archivreisen weltweit nötig (Public Record Office, Kew/London; UN-Archiv, New York; National Archives and Records Administration, Washington D.C.; Archives Nationales, Paris und etliche weitere deutsche Archive vom kleinen Kommunalarchiv bis zum Bundesarchiv).

Der Reiz der Archivarbeit während der Promotionsphase hat mir den Weg zu meinem Berufswunsch gewiesen. Zu diesem Zeitpunkt war ich aufgrund der damals geltenden einschlägigen Voraussetzungen (üblicherweise erstes Staatsexamen + Promotion, Höchstalter 32 Jahre) für eine Bewerbung zum Archivreferendariat allerdings nicht mehr geeignet. Im Archivwesen bin ich dennoch untergekommen weil es damals nicht selten noch die Möglichkeit gab, als Quereinsteiger ohne archivfachliche Ausbildung eine Stelle zu bekommen, was heute nur noch ganz vereinzelt möglich ist. Dafür waren meine beruflichen Erfahrungen (Praktika und befristete Beschäftigungen in einer Universitätsbibliothek, mehreren Archiven und einer Gedenkstätte) sehr von Nutzen. Als Student habe ich meine Finanzen zunächst mit Semesterferienarbeit als Leiharbeiter in der ostwestfälischen Möbelbranche und als Fensterputzer in Münster aufgebessert, mir dann aber gezielt Jobs gesucht, die beim Einstieg in das Berufsleben nach dem Studium hilfreich sein könnten. Und die waren mehrheitlich sehr nah am Archivwesen. So bin ich 1999 zunächst befristet ins Stadtarchiv Greven/Westfalen gekommen, seit 2001 unbefristet, und 2002 dessen Leiter geworden.

Der M.A. Archivwissenschaft an der Fachhochschule Potsdam: Fragen der digitalen Archivierung und des Archivmanagements waren ausschlaggebend bei der Entscheidung für das Studium

Meine Archivarbeit auf hohem Niveau zu gestalten war mir immer wichtig. So habe ich seit 1999 zahlreiche Fortbildungen des LWL-Archivamtes, aber auch der Archivschule Marburg  und der Fachhochschule Potsdam (FHP) absolviert. Als der M.A. Archivwissenschaft 2009 an der FHP etabliert wurde, war ich zunächst zurückhaltend – ein neuer Studiengang? Mir stellte sich die Frage, ob ich das fachlich brauche und wie sich so ein Studium in die Vollzeitberufstätigkeit integrieren lässt, von der Kostenfrage ganz zu schweigen. Beim Umfang meiner fachlichen Kenntnisse musste ich mir schon eingestehen, dass gerade der zukunftsträchtige Bereich der digitalen Langzeitarchivierung, den ich seit 2002 selbst im Blick hatte, doch mehr braucht als gelegentliches Selbststudium ohne roten Faden. Besonders interessiert war und bin ich auch an Fragen des Archivmanagements, aus der dann 2014 auch meine Masterarbeit entstand. Beide Themenbereiche haben dazu beigetragen, mich für den zweiten Masterkurs 2011-2014 zu bewerben.

Als Fazit kann ich verraten, dass mich fast alle Module weitergebracht oder zumindest mein vorheriges berufliches Wirken bestätigt haben. Hätte man mich vor einigen Jahren nach meinem Beruf gefragt, hätte ich „Historiker und Archivar“ geantwortet – heute ist die Antwort eindeutig „Archivar und Historiker“.Für meine Arbeit in einem kleineren Kommunalarchiv sind definitiv beide Ausbildungen wichtig, um das Profil des Stadtarchivs Greven so zu gestalten, dass alle Arbeitsbereiche ausreichend und auf hohem Niveau berücksichtigt werden, siehe dazu das BKK-Positionspapier.

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Übernahme von Vereinsschriftgut ist Alltag in einem Kommunalarchiv, das sich als Institution für die gesamte Ortsgeschichte, nicht nur die Geschichte der eigenen Verwaltung zuständig sieht. Quelle: Stadtarchiv Greven, StaG F3D-616

Für die unterschiedlichen Ansprüche aus Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit wird Fachwissen benötigt, das zwischen Lokal- und Regionalgeschichte, Archivpädagogik, Records Management, digitaler Langzeitarchivierung, Bestandserhaltung und baufachlichen Fragen, Archivrecht und weiteren Facetten oszilliert. Insofern hat sich mein Geschichtsstudium mit dem der Archivwissenschaft in Potsdam fruchtbar ergänzt.

Rückblickend betrachtet…

Ich habe auch nochmal in mein Bewerbungsschreiben für den Studiengang von 2011 geschaut. Darin habe ich formuliert, dass ich meinen Wunschberuf mit größtmöglicher Kompetenz und Professionalität ausüben und dieses Wissen als Beitrag im kollegialen Austausch weitergeben möchte. Meiner Erfahrung nach ist besonders in den kleinen Archiven mit eingeschränkten Ressourcen die Person im Archiv der eigentliche Dreh- und Angelpunkt, der/die auch mit wenig Mitteln viel für das eigene Archiv tun kann. Insofern hoffe ich, dass die Kolleginnen und Kollegen aus den kommunalen Archiven im Kreis Steinfurt, die seit 2004 in einem gemeinsamen Arbeitskreis (AKAST) zusammengeschlossen sind, ein wenig mit profitieren können. Zumindest hat mich der AKAST im vergangenen Jahr als Kreisdelegierten für die Teilnahme an den

Stadtarchiv Greven

Unterlagen eines Wasserverbandes gaben die Anregung für eine nähere archivwissenschaftliche Beschäftigung mit diesen Genossenschaften, siehe http://archivamt.hypotheses.org/3816. Quelle: Stadtarchiv Greven, StaG F3D-615

Sitzungen der ASGA (Arbeitsgemeinschaft der Stadt- und Gemeindearchive beim Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen) gewählt, was ich als Auszeichnung und Verpflichtung gleichermaßen ansehe. Ich sehe aber auch die Aktivitäten, die ich für das Stadtarchiv Greven im Web 2.0 betreibe, als Teilen von Wissen in diesem Sinne an. Wie so etwas in einem kleineren Archiv funktionieren kann, versuche ich seit einigen Wochen als Teil des Archivamtblogs des LWL-Archivamtes. Von dieser Form der Wissensverbreitung bin ich schon lange überzeugt, der fachliche Austausch während des Masterstudiums über Moodle als Lernplattform hat mir das aber auch nochmal bestätigt.

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Weiter+Bildung auf dem Deutschen Archivtag 2016

Dieses Jahr gehen wir in die Weiterbildungsoffensive! Neben der Vorstellung unseres berufsbegleitenden Masterstudiengangs Archivwissenschaft auf dem Deutschen Archivtag unter dem Titel „Weiter+Bildung“, bieten wir außerdem Beratung an unserem Messestand der „Archivistica“ an.

Zusätzlich zu unserem bekannten Informationsangebot möchten wir Studieninteressierte für den Masterstudiengang Archivwissenschaft am Donnerstag, dem 29. September, zwischen 13.00 und 14.00 Uhr gezielt beraten. Hierzu stehen Studiengangsleitung und Studienkoordination sowie Studierende und AbsolventInnen den Interessierten Rede und Antwort.

Am 30. September beraten wir alle, die sich für unsere berufsbegleitende Fernweiterbildung Archiv interessieren. Auch hier werden KursteilnehmerInnen von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Die Beratung findet von 11.00 – 12.00 Uhr statt.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen :-)!

Bibliothekswissenschaftler Hans-Christoph Hobohm in die „Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin“ gewählt

Am 7. Juli 2016 wird Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm die Aufnahmeurkunde in die Berliner Gelehrtengesellschaft überreicht.

Ganz in der Tradition der Gelehrtengesellschaften pflegt die Leibniz-Sozietät den interdisziplinären Diskurs auf hohem akademischen Niveau. Neue Mitglieder werden jährlich Leibniz-Logo-2b64eah-150x150durch geheime Wahl nach strengen, akademieüblichen Kriterien auf Vorschlag anderer Mitglieder aufgenommen. Gegenwärtig hat die Leibniz-Sozietät über 300 Mitglieder im In- und Ausland interdisziplinär breitgefächert aus allen Wissensgebieten.

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Foto: FHP

„Die Tradition von Leibniz fortzuführen ist mir eine große Ehre und Herausforderung, nicht nur weil die Informatik ihn als einen ihrer Urväter sieht, sondern vor allem, weil er als Begründer des ersten profanen Bibliotheksgebäudes auch als wichtiger Vorreiter der Bibliotheks-wissenschaft gilt“, freut sich Hans-Christoph Hobohm über seine Wahl.

Die Bibliotheks- und Informationswissenschaft ist bisher vor allem international vertreten durch Mitglieder wie Wolfgang Hofkirchner (Wien) oder das Ehrenmitglied Hiroshi Kawai (Tokyo).

Hans-Christoph Hobohm ist u.a. Professor für Bibliothekswissenschaft an der FH Potsdam und Projektleiter der beruflichen Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement.

(Presseerklärung der FHP)