M.A. Archivwissenschaft reakkreditiert

Letzten Mittwoch erhielten wir die erfreuliche Mitteilung, dass unser weiterbildender Masterstudiengang Archivwissenschaft erfolgreich reakkreditiert wurde!

Im vergangenen August wurde das Verfahren für den Master und unsere drei gradualen Studiengänge Archiv, Bibliothekswissenschaft und Informations- und Datenmanagement durch die Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS) eröffnet. Alle vier Studiengänge konnten in einem mehrstufigen Prüfungsverfahren externe Gutachterinnen und Gutachter überzeugen. Nach der GutachterInnenbegehung im Februar vor Ort in Potsdam liegt uns nun das positive Endgutachten vor.

Im Zuge der Bologna-Reform wurde durch einen Beschluss der Kultusministerkonferenz der Deutsche Akkreditierungsrat eingerichtet. Dieser ist zuständig für die Akkreditierung der Akkreditierungsagenturen, die ihrerseits wiedrum Studiengänge (Programmakkreditierung), aber auch ganze Hochschulen akkreditieren (Systemakkreditierung). Die Begutachtung durch außenstehende Expertinnen und Experten sorgt für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen, deutschlandweit sowie international.

Wir freuen uns über das positive Ergebnis :-)!

facebook_2

M 14 – Deutsche Geschichte (Fernweiterbildung Archiv)

Professor Dr. Frank Göse lehrt an der Universität Potsdam Geschichte der Frühen Neuzeit und ist an unserem Fachbereich seit mehreren Jahren Lehrbeauftragter für dieses Fachgebiet. In der Fernweiterbildung Archiv übernahm er 2015 erstmalig das Modul „Deutsche Geschichte“ (des 19. und 20. Jahrhunderts). Die Freude an der Arbeit mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern und das durchweg positive Feedback werden ihn hoffentlich auch künftig an uns „binden“ ;-)!

Worum geht es (bei dem Modul)? Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben Kenntnisse über die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und ihre Verzahnung mit den europäischen bzw. globalen Entwicklungen. Neben der politischen Geschichte werden auch kultur-, sozial- und wirtschaftshistorische Aspekte in den Blick genommen.

Prof. Dr. Frank Göse

Prof. Dr. Frank Göse

Diese Frage ist im Grunde redundant. Dennoch: Warum ist das Modul für die Archivpraxis so wichtig? In der Regel arbeiten die TeilnehmerInnen in einem Landes-, Kommunal- oder Firmenarchiv in der Bundesrepublik Deutschland. Die dort lagernden Bestände spiegeln auf je spezifische Weise den wechselvollen Verlauf der deutschen Geschichte wider und zwar – je nach Zuschnitt des Archives – auf nationaler, landesstaatlicher oder lokaler Ebene. Für die Verzeichnung und Auswertung der Bestände, aber auch für die Benutzer-Beratung erweist sich ein historisches Hintergrundwissen als sehr förderlich.

Was bringen ausgebildete FaMI bereits mit? Auf welche (Ausbildungs-) kenntnisse und –fähigkeiten kann hier aufgebaut werden? Grundfertigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten liegen in der Regel vor. Dieses Modul wird zu Beginn der Fernweiterbildung gelehrt. Als recht selbstständig erweisen sich viele TeilnehmerInnen bereits in der Quellen- und Literaturrecherche.

Welche Prüfungsleistung(en) gibt es? Die TeilnehmerInnen können zwischen den Möglichkeiten einer Hausarbeit, einer Quellenanalyse oder eines Essays wählen und das Thema in Absprache mit mir selbst formulieren. Gerne bearbeiten sie Themen aus der Geschichte ihres Heimatortes bzw. der Region, in der sie ihren Lebensmittelpunkt haben.

Wie können sich Interessierte darauf vorbereiten? Hilfreich wäre es, wenn die an der Fernweiterbildung Interessierten über Grundkenntnisse zur deutschen Geschichte des 19./20. Jahrhunderts verfügen. In der Regel wurden solche Themen im Geschichtsunterricht der Schulen (Sek. I und II) vergleichsweise ausführlich behandelt, so dass man aus diesem Fundus – natürlich je nachdem, wie lange die Schulzeit schon zurückliegt – sicher noch schöpfen kann. Vor allem aber sollten Interesse und Aufgeschlossenheit gegenüber den in diesem Modul behandelten Themen mitgebracht werden.

Der Reichstag in Berlin: Die Wechselfälle der deutschen Geschichte seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute werden in ihm besonders symbolträchtig widergespiegelt.

Der Reichstag in Berlin: Die Wechselfälle der deutschen Geschichte seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute werden in ihm besonders symbolträchtig widergespiegelt.

Es liegen eine Vielzahl von Publikationen sowohl zur deutschen Geschichte des Gesamtzeitraumes als auch zu Einzelaspekten dieser historischen Epoche vor. Empfohlen werden die Reihen: Gebhardt-Handbuch der deutschen Geschichte, Bde. 13-18, der Oldenbourg Grundriss der Geschichte (Oldenbourg-Verlag München); die Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert (bebra-Verlag Berlin) sowie die Siedler Deutsche Geschichte (Siedler-Verlag Berlin).

Hilfreiche Links:

Und was sagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?„O-Töne“ unserer Evaluation

„Unkomplizierte und entspannte Lernatmosphäre.“

„Herr Prof. Dr. Göse ist ein guter Redner, dem man gern zuhört.“

„Der Dozent war aus dem Stand in der Lage, den Stoff mit einfachen didaktischen Mitteln zu vermitteln.“

Vielen Dank :-)!

Infotag_Sticker

Tag der offenen Tür am 1. Juni

Am 1. Juni stellt sich der Fachbereich Informationswissenschaften vor. Studierende und Lehrende stehen für Fragen zum Direktstudium, zur Fernweiterbildung, zu Praktika, Auslandsaufenthalten u.v.m. zur Verfügung.

Das vollständige Programm ist hier einsehbar.

Wir freuen uns über zahlreiche Besucherinnen und Besucher!

facebook_2

M 15 – Aktenkunde/Records Management/eGovernment (Fernweiterbildung Archiv)

Unsere langjährige Lehrbeauftragte in der Fernweiterbilduldung und im Masterstudiengang Archivwissenschaft Petra Rauschenbach ist Leiterin der Abteilung DDR im Bundesarchiv. Sie ist regelmäßig Referentin auf Fachtagungen, u.a. beim Brandenburgischen Archivtag 2014, wo sie die Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze der DDR präsentierte.

Worum geht es bei dem Modul? Das Modul Aktenkunde/Records Management/eGovernment vermittelt unter anderem grundlegende Kenntnisse der klassischen und modernen Schriftgutverwaltung mit seinen Begrifflichkeiten, gewährt einen Einblick in die Entstehung und Bildung von Akten sowie in das Registraturwesen. Darüber hinaus stehen elektronische Akten im Fokus des Moduls.

Warum ist Aktenkunde/Records Management/eGovernment für die Archivpraxis so wichtig? Alle in der Archivpraxis anfallenden Arbeitsschritte stehen im direkten oder indirekten Zusammenhang mit der Aktenbildung und wirken sich auf die Arbeitsressourcen aus. Das Verständnis dafür sichert den professionellen Umgang mit den Akten. Sofern der jeweilige Tätigkeitsbereich dies vorsieht, kann mit Hilfe der erworbenen Kenntnisse auf die Schriftgutverwaltung eingewirkt werden. Die Inhalte des Moduls verstehen sich auch als Anleitung zum praktischen Handeln.

Petra Rauschenbach

Petra Rauschenbach

Was bringen ausgebildete FaMI bereits mit? FaMi sind aufgrund ihrer Ausbildung und entsprechender Praktika oder vorliegender Berufserfahrung bereits für das Thema sensibilisiert. Sie können ihre praktischen Erfahrungswerte einbringen und diese mit neuen bzw. vertiefenden theoretischen Kenntnissen erweitern.

Welche Prüfungsleistung gibt es? Vorgesehen ist ein E-Learning-Kurs bzw. eine Gruppenarbeit über „Moodle“ mit anschließender Präsentation.

Wie können sich Interessierte darauf vorbereiten?

Hier zwei Links zum Einstieg:

Was sagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

„Gute Dozentin mit merklichem Spaß am Modul!“

Vielen Dank :-)!

facebook_2

M17 – Bibliothekstechnik (Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement)

ich2

Sabine Wolf – Foto: privat

Seit November 2012 bin ich nun wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Informationswissenschaften. Ganz so neu ist mein Arbeitsplatz jedoch nicht für mich. Von 2000 – 2004 habe ich hier studiert und mein Studium als „Diplombibliothekarin/FH“ erfolgreich abgeschlossen. Angefangen habe ich 1990 als Assistentin an Bibliotheken in der Stadtbibliothek Gelsenkirchen. Nach zehn Jahren war ich jedoch an der Grenze des beruflichen Aufstiegs angekommen und wollte mich zudem auch beruflich weiterentwickeln. An der FH Kön riet man mir vom Studium mit dem Schwerpunkt der ÖB ab („Zu überlaufen…studieren Sie lieber WB!“) und da gerade persönliche Veränderungen ins Haus standen und die Wohnortfrage „Berlin oder Ruhrgebiet?“ damit einher ging, entschied ich mich dann für die FH Potsdam…

Damit habe ich einen fast ähnlichen Berufsweg hinter mir, wie ihn unsere TeilnehmerInnen für die Dauer der Fernweiterbildung vor sich haben. Ausbildung und Berufserfahrung bilden in der Fernweiterbildung gute Grundlagen für die weitere Qualifikation in Richtung Bachelor und für die angebotenen Module in der Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement.

Um was geht’s im Modul Bibliothektechnik?

Im ersten Teil des Moduls planen unsere Teilnehmenden eine Bibliothek auf der Grundlage der Regularien von Bibliotheksbauexperten wie Faulkner-Brown und MacDonald. Aber auch Grundriss_Gruppe3Modelle wie das von Jochumson et al. entworfene Four-Spaces-Modell und der DIN Fachbericht fließen in die Planung mit ein und auch die Architekturpsychologie wird berücksichtigt. In diesem Teil des Moduls steht die praxisnahe Erarbeitung des Themenkomplexes anhand einer realen Bibliothek im Vordergrund. Dazu stand uns im letzten Kurs die Bibliothek des Lette- Vereins, einer Berliner berufsbildenden Schule,  zur Verfügung. Diese soll den Erfordernissen der Schüler und Schülerinnen angepasst werden. In Gesprächen mit der zuständigen Bibliothekarin, Jana Haase, wurden die „Must Haves“ und „Nice to Haves“ des Bibliotheksteams und der Schülerschaft genauer herausgearbeitet. Grundriss_Gruppe4_Seite_01Nun galt es für unsere Teilnehmenden in Gruppenarbeit und auf der Grundlage des Grundrisses alles zu verwirklichen. Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen, wie der im Dezember veröffentlichte Artikel „Ist das noch eine Bibliothek?!“ in der Fachzeitschrift Buch und Bibliothek und die beiden rechten Abbildungen daraus beweisen. Besonders schön zeigen die Entwürfe auch Ideen zur Umsetzung eines Makerspaces, verschiedene Vorschläge für die Arbeitsplatzgestaltung der Schülerinnen und Schüler oder auch zur  Entspannung. Ihre Entwürfe stellen die Teilnehmenden dann bei der 2. Präsenz vor, zeitgleich liegt die Abgabefrist für die schriftliche Dokumentation.

Dann wird es theoretischer… Der zweite Teil des Moduls beschäftigt sich mit dem Themenkomplex der Digitalen Bibliothek – viel Technik! – was nicht unbedingt immer bei allen Begeisterungsstürme auslöst. In Kleinstgruppen widmen sich die Teilnehmenden nun Repositories, Bibliothekssoftwaren, E-Books, Suchmaschinen, Discovery Systeme und dem Cloud Computing, den Modellen der Digitalen Bibliothek und den verschiedenen Trendreports.

Welche Technik kommt zum Einsatz?

Dass welche zum Einsatz kommt, liegt bei diesem Modul irgendwie nahe ;-). Besonders intensiv genutzt wurde z.B. die moodle-Plattform und Visualisierungssoftwaren wie Google-Drawings bzw. Floorplanner. Viele Gruppen skypten und chatteten auch miteinander oder nutzten WhatsApp , wenn sie merkten, dass sie mit moodle an ihre kollaborativen Grenzen stießen. Die geforderte Dokumentation wurde z.T. mit Google.docs erstellt. Der Austausch war somit insgesamt platformübergreifend, sehr intensiv und wurde auch im Kursverlauf nicht weniger.

Blickinmoodle

Blick in den moodle-Kurs – Screenshot: Autorin

Für den zweiten Teil des Moduls habe ich bis jetzt zwei verschiedene moodle-Funktionen ausprobiert. Während ich in meinem ersten Kurs, dem 6. gradualen Kurs, die moodle-Aktivität „Glossar“ getestet habe, hat der 7. graduale Kurs seine Ergebnisse als moodle-Arbeitsmaterial „Buch“ veröffentlicht. Beide Aktivitäten haben sicherlich ihre Vor- und Nachteile, schulen jedoch, was das gemeinschaftliche Erarbeiten eines Stoffes angeht, ungemein. Die Ergebnisse dieses Teils präsentierten die Teilnehmenden dann in der dritten und letzten Präsenz als geforderte Pecha Cucha, um typische Präsentationen mit umfangreichen Textwüsten bewußt zu umgehen.

Insgesamt kann ich sagen, dass beide Kurse mit sehr viel Elan und Fachwissen an ihre Aufgaben herangegangen sind und die Ergebnisse sich sehen lassen können!

Welchen Tipp möchte ich den Teilnehmenden mit auf den Weg geben?

Ach so viele Tipps…. Der vielleicht wichtigste: Nicht bloß die Fernweiterbildung mitzunehmen, sprich den BA zu machen und gut is‘ – gaaanz falsch! Sich zu interessieren, über den Tellerrand blicken, offen für Neues sein – darauf kommt es an. Bitte nicht davon ausgehen, dass man/frau für die nächsten 30 Jahre in der jetzigen Bibliothek bleibt und einfach nur vor sich hinarbeitet.. Wie sagte John Lennon so schön: „Life is what happens to you while you are busy making other plans.“ Also: bringt Leben in die Bibliothekswelt, gestaltet mit!