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M08 – Englisch für ArchivarInnen (Fernweiterbildung Archiv)

Alexander Zöller ist frisch gebackener M.A. Informationswissenschaften – Absolvent und Promovent im Bereich „Kulturerbe Film“. Er arbeitet zudem als freier Mitarbeiter für das Bundesarchiv – Filmarchiv. In der Fernweiterbildung Archiv lehrt er erstmalig das Modul Fachenglisch (oder auch: „Englisch für ArchivarInnen“). Alexander Zöller ist erfahrener Referent auf internationalen Fachtagungen und hat längere Zeit in Neuseeland gelebt.

Zu seinen Veröffentlichungen zählen u. a. „Soldaten oder Journalisten? Das Image der Propagandakompanien zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ oder auch „Versprengtes Erbe. Das Reichsfilmarchiv (1934-1945) und seine Hinterlassenschaften“.

Wir freuen uns sehr über den „Nachwuchs“ in unserem Lehrbeauftragten-Pool :-)!

Worum geht es bei dem Modul?

Das Modul „M08 – Fachenglisch“ vermittelt die Grundlagen der englischen Sprache im

Alexander Zöller

Alexander Zöller

archivfachlichen Kontext. Angestrebt wird eine möglichst praxisnahe Wissensvermittlung von fachbezogenem Englisch wie es im Arbeitsalltag zum Einsatz kommt. Zum einen werden gängige Fachbegriffe und -konzepte erläutert, zum anderen die Anwendung des Englischen im schriftlichen Verkehr und im direkten Kontakt mit den NutzerInnen geübt (Korrespondenz, Telefonieren, Benutzergespräch). Wichtig hierfür sind flüssiges Lesen und Verstehen sowie die Übersetzung von Begriffen oder kurzen Texten (deutsch – englisch / englisch – deutsch). Schulkenntnisse des Englischen sind Voraussetzung für die Teilnahme und werden im Laufe des Kurses vertieft.

Warum ist Englisch für die Archivpraxis so wichtig?

Auch in kleineren Archiven gehört Englisch heutzutage zum „Alltag“, sei es bei der Beantwortung von Anfragen oder bei der Erteilung von Auskünften vor Ort. Fachliteratur und Archivnormen des Auslandes sind häufig auf Englisch abgefasst und werden hierzulande verstärkt rezipiert.

Welche Prüfungsleistungen gibt es?

Die vermittelten Inhalte werden durch insgesamt fünf Zulieferungen geprüft, welche die KursteilnehmerInnen zu festen Abgabeterminen einreichen. Hierbei werden die Kursinhalte Zug für Zug in praxisnahe Übungen umgesetzt. Von diesen fünf Aufgaben werden die drei am höchsten bewerteten für die Notenfindung herangezogen. Auf diese Weise soll das vermittelte Wissen in der Breite geprüft werden, ohne dass jede (Pflicht-)Aufgabe mit der gleichen Intensität bearbeitet werden muss – es wird also eine gewisse Flexibilität ermöglicht, die Prüfungsleistungen auf die eigenen Stärken auszurichten.

Wie können sich Interessierte auf das Modul vorbereiten?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht alle KursteilnehmerInnen ihre in der Schule beziehungsweise in der Ausbildung erworbenen Englischkenntnisse auch praxistauglich anwenden können. Es hat sich als sehr hilfreich erwiesen, bereits im Vorfeld immer wieder einmal Texte auf Englisch zu lesen oder entsprechende Filme oder Fernsehserien anzusehen. Das muss nicht viel sein, sollte aber möglichst regelmäßig geschehen. Je flüssiger das Englische in seinen Grundzügen beherrscht wird, desto einfacher ist es dann auch, Fachbegriffe oder komplexere Konzepte zu verstehen und zu erläutern. Wenn ihr eine amerikanische Lieblingsserie habt: Versucht es einfach einmal mit der Originalfassung.

Die Literatur zum Fachenglischen in der Archivwelt ist bislang sehr überschaubar. Für das Nachschlagen von Fachbegriffen gibt es das Wörterbuch von Dirk Ullmann und Keith Allen: „Fach-Englisch für Archivare„, Berlin 2011.

Vielen Dank :-)!