Die Fernweiterbildung stellt sich vor: Gisa Spiegel

Dieses Interview entstand im Rahmen des FaMI-Marketing-Projektes des OSZ Louise-Schroeder und wurde von Nicole Kusserow, Edyta Bui Duc und Bianca Weihrauch geführt.

Stelle dich bitte kurz vor …
Gisa Spiegel, 30, 2005-08 FaMI-Ausbildung im Stadtarchiv Lippstadt und seitdem dort angestellt, 2008 – 2012 Fernweiterbildung an der FH Potsdam mit Bachelor-Abschluss.

Du magst deinen Job weil …
… ich morgens durch die vielen unterschiedlichen Nutzer nicht weiß, was auf mich zukommt und abends anhand der Benutzungsanträge und eingesehenen „Archivalienhaufen“ sehe was ich geschafft habe. Zudem ist es ein Beruf im Wandel, in dem ich die ältesten menschlichen Schriftzeugnisse auf eine zeitliche Ebene mit Bits, Pixeln, Cloud-Computing und Social Media stellen kann.

Warum bist du Archivarin geworden?
„Machste mal und dann guckste mal“. Gute Entscheidung.

Warum hast du dich damals für die FH Potsdam entschieden?
Zuerst, weil es keine Alternative gibt, wenn man kein Vollzeitstudium absolvieren möchte. Außerdem bietet die Fernweiterbildung Archiv Inhalte, die mich persönlich ansprechen, die modern sind und den heutigen Stand archivischer Aufgaben und Probleme behandeln.

Hat dich die Fernweiterbildung im Berufsleben weitergebracht?
Ja. Problemstellungen in den Modulen und Hausarbeiten waren durch die gleichzeitige praktische Arbeit im Archiv nachvollziehbar, teilweise sogar identisch, und konnten so praxisnah bearbeitet und –zumindest theoretisch– gelöst werden.

Wie hast du dich in deiner Freizeit fürs Selbststudium motiviert?
Es gab Tage, an denen der Bogen wirklich sehr groß war, den ich um Rechner und Reader machte. Aber Zeitdruck, ein bisschen Vernunft und die Aussicht auf die weltgrößte Portion Pommes nach der Arbeit wirken Wunder!

Hattest du während der Weiterbildung auch Kontakt zu anderen Teilnehmern?
Ja! Das ist sehr wichtig und dazu kann ich jedem nur raten! Fragen, die man erstmal nicht dem Prof schicken möchte, Motivation, Korrekturlesen, Hilfestellungen, Tipps zu weiteren Quellen, Sackgassen und Abgabeerinnerungen lassen sich prima in Google Groups oder Ähnlichem zusammenfassen – unabhängig davon, dass die Teilnehmer in ganz Deutschland oder auch weiter verteilt sind.

Hast du ein Lieblingsbuch?
Natürlich die Reimannsche „Praktische Archivkunde“. Privat dann eher Jo Nesbø und Reiseliteratur.

Deine Lebensweisheit?
No brain, no headache.

Was gefiel dir an der FH Potsdam am besten?
Der persönliche Austausch während der Präsenzen, der über E-Mail oder Skype doch größtenteils auf der Strecke blieb. Die Unterstützung, die einem Teilnehmer gegeben wird. Und die Kekse. Dazu: die Aufenthalte in Berlin! Die vermisse ich.

Warum sollten sich FAMIs für die Fernweiterbildung an der FH Potsdam entscheiden?
Aus den schon vorher genannten Gründen. FaMIs sollten sich aber auch nur dann für die FH Potsdam entscheiden, wenn sie eine gewisse Portion Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, „Finanzkraft“ und Spaß an der Sache mitbringen – sonst wird dat nix.

Hast du noch weitere Tipps für künftige Teilnehmer?
In der „Bar Gelb“ gibt es leckere Cocktails. In der Nähe Potsdams gibt es den „Katjes“-Werksverkauf. Wenn die Präsenzen montags und dienstags sind, ruhig schon sonntags anreisen. Potsdam ist immer ein Besuch wert und hach, Berlin sowieso!

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