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Archivierung von Unterlagen aus Digitalen Systemen – ein Rückblick auf #auds2016

Am 1. und 2. März 2016 fand an der Fachhochschule Potsdam die 20. Tagung des Arbeitskreises „Archivierung von Unterlagen aus digitalen Systemen (AudS)“ statt. Die Veranstaltung war mit über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr erfolgreich. Unser großer Dank geht an dieser Stelle an Tobias Schröter-Karin (LWL-Archivamt) und Michaela Schmitz (Staatsarchiv Hamburg), die für unser Blog eine Zusammenfassung zur Tagung geschrieben haben. Der Kurzbericht zur Tagung „Digitale Archivierung in der Praxis: Zwischen Standardisierung und Pragmatismus“ kann hier eingesehen werden. Hier geht es zum Twitter-Archiv (#auds2016).

Themenblock 1: Archivierung von Unterlagen mit besonderen               Strukturen

Taylor, Isabel: Eine hydraartige Matrjoschka: Wie wir die Fileablage eines staatlichen Schulamtes bewertet und erschlossen haben

Der erste Themenblock der Tagung widmete sich der Bewertung, Ordnung und Übernahme von Fileablagen und unstrukturierten Dateisammlungen. Schon im ersten Vortrag von Isabel Taylor (Landesarchiv Baden-Württemberg) wurden die neuen Herausforderungen für die Archive deutlich. Taylor berichtete über die Bewertung und Erschließung der Fileablage eines staatlichen Schulamtes mit einem Gesamtvolumen von 57.061 Dateien, 6.701 Ordnern und 18 GB. Neben den Strukturproblemen der angebotenen Aufzeichnungen, die durch die Zusammenlegung zweier Schulämter und die Fusion der beiden Fileablagen entstanden sind, wies Taylor u. a. auf inhaltliche und technische Probleme, wie fehlende Geschäftsgangvermerke, falsch betitelte Ordner, Dubletten, exotische Dateiformate und komprimierte Unterordner hin. Der Bearbeitungsprozess sah zunächst die Erstellung einer Sicherheitskopie und anschließend die Entfernung von Dubletten und leeren Ordnern mit den Tools Fast Duplicate File Finder und Remove Empty Directory vor. Bei der folgenden Bewertung der Aufzeichnungen orientierte sich das Landesarchiv am Bewertungsmodell Schule und erweiterte dies um neu identifizierte Aufgabenbereiche. Aufgrund der mangelnden Übersichtlichkeit fand die Bewertung bei diesem Pilotprojekt auf Dateiebene statt. Insgesamt wurde so 68 Prozent des Bestandes kassiert, so dass am Ende anstatt 57.061 Dateien nur noch 10.884 Dateien übernommen wurden. Im Rahmen der Erschließung wurde die Ordnerstruktur bis zur 4. Unterebene in „scopeArchive“ übernommen. Im Fazit führte

Gruppenfoto - TeilnehmerInnen bei der AUdS-Tagung

Gruppenfoto – TeilnehmerInnen bei der AUdS-Tagung

Taylor an, dass der gesamte Bewertungs- und Übernahmeprozess aufgrund der enormen Dauer (8 Monate) für die Praxis zu unwirtschaftlich sei und eine Aufwandsreduzierung angestrebt werden muss. Außerdem wies sie auf den drohenden Verlust der Authentizität der Daten hin, da die Löschung der Daten in Folge der fehlenden Skalierbarkeit nicht dokumentiert werden konnte.

Simon, Heike: Herausforderungen bei der Übernahme von Unterlagen aus Fileablagen – Zum Einsatz des Pre Ingest Toolset (PIT) im Bundesarchiv

Auch dem Bundesarchiv wurden in den letzten Jahren vermehrt unstrukturierte Fileablagen angeboten, denen kein Aktenplan zu Grunde lag, die keine Aktenstruktur aufwiesen und keine ausreichenden Metadaten enthielten.
Um diesem „Wildwuchs“ Herr zu werden, hat das Bundesarchiv zusammen mit den Firmen „HP“ und „SER“ ein Tool zur Erstellung von Submission Information Packages (SIPs) entwickelt. Das Pre Ingest Toolset, kurz PIT, dient der protokollierten Verarbeitung von Fileablagen und umfasst alle archivischen Prozesse, die notwendig sind, um unstrukturierte Aufzeichnungen zu übernehmen. Während der Vorprozessierung werden inhaltliche und technische Metadaten (Formatanalyse, -validierung) erhoben und ergänzt, Aufzeichnungen kassiert, strukturiert und abschließend paketiert. Die Strukturierung folgt dabei definierten Regeln, um aktenähnliche Strukturen zu erzeugen, bspw. eine Vorgang entspricht einer Informationseinheit, welche dem Informationsobjekt sowie der Verzeichnungseinheit entspricht.
Abschließend benannte Heike Simon einige Herausforderungen, die mit der Übernahme von Aufzeichnungen aus Fileablagen einhergehen. Besonders hob sie dabei die zunehmende Bedeutung der Behördenberatung hervor. Ebenso wie Taylor warf auch Simon Fragen nach der Authentizität der Aufzeichnungen und der Wirtschaftlichkeit des Bewertungs- und Übernahmeprozesses auf. Erzeugt der Archivar durch die Strukturierung der Aufzeichnung einen Zustand der noch nie dagewesen ist? Ist der Aufwand für diesen Eingriff überhaupt gerechtfertigt?

Herschung, Alexander: Ordnen, Bewerten und Übernehmen unstrukturierter Dateisammlungen – ein neues Werkzeug für eine schwierige Aufgabe

Im Anschluss an den Vortrag von Heike Simon stellte Alexander Herschung den in der Entwicklung befindlichen Übernahmeeditor der Firma „startext GmbH“ vor, welcher der protokollierten Aufbereitung unstrukturierter Dateisammlungen für die Übernahme dient. Die plattformunabhängige Java-Anwendung unterstützt neben der Ordnung und Gruppierung der Dateien, die Erhebung von technischen Metadaten, die Indexierung sowie die Beschreibung und Bildung von Übernahmepaketen (SIP). Verschiedene Filter- und Sortierfunktionen ermöglichen dem Anwender die unstrukturierten Dateien zu ordnen. Nicht zu übernehmende Dateien können verworfen werden. In diesem Fall wird der Status der Datei geändert, eine Löschung findet zu diesem Zeitpunkt noch nicht statt. Im abschließenden SIP (zip-Datei) findet sich neben den Primärdaten eine METS-Datei mit dem Protokoll für alle Dateien sowie der Beschreibung der anfänglichen und finalen Ordnerstruktur.
Zurzeit sind noch nicht alle Funktionen, bspw. Dokumentation der Bewertungsentscheidung, Anreicherung der beschreibenden Metadaten, umgesetzt.

Huth, Karsten; Bayer, Peter: Eigenentwicklung von Werkzeugen in einem elektronischen Archiv – Programmieren nach Bedarf

Der erste Themenblock endete mit einem Vortrag von Peter Bayer und Karsten Huth (Sächsisches Staatsarchiv) in dem die Vorzüge einer Programmierung nach Bedarf vorgehoben wurden. Huth betonte in seinen Ausführungen die zunehmende Vielfalt der Form und Struktur der angebotenen Daten. Viele OAIS-konforme Archive sehen fest definierte Prozesse zur Übernahme der Daten vor, was zwangsläufig eine strickte Abarbeitung der festgelegten technische Arbeitsschritte nach sich zieht. Werden die Daten in der falschen Form und Struktur abgeliefert, ist ein Scheitern der Übernahme absehbar. Um die Daten dennoch übernehmen zu können, müsste entweder der Übernahmeprozess im Archiv angepasst oder die Ablieferung an den Registraturbildner zur Korrektur zurückgesendet werden. Beide Maßnahmen verlagern die Übernahme der Daten auf unbestimmte Zeit. Laut Huth gewinnt ein elektronisches Archiv an Wert, wenn es auch technisch komplexe Daten übernehmen kann, die neue/andere Lösungswege erfordern. Das Sächsische Staatsarchiv hat dafür auf die im Haus vorhandenen Programmierkenntnisse zurückgegriffen und eigene Tools, wie das vorgestellte Tool „ByteBarn“, entwickelt. „ByteBarn“ dient der Strukturierung von Fileablagen. Damit werden die Primärdaten und Metadaten in Form einer Tabelle dargestellt. Als Grundlage für das Tool nutzt das Staatsarchiv das Datenbankmanagementsystem (DBMS) „SQLite„, das die Daten sortierbar und abfragbar macht. „SQLite“ ist ein gemeinfreies, unabhängiges und serverloses DBMS, das weltweit angewandt wird, bspw. „Android“. Aufgrund seiner Eigenschaft als DBMS dokumentiert sich das sächsische Tool von selbst, die Wiederherstellung der ursprünglichen Struktur der Ablieferung ist jederzeit möglich.

Sektion 1: „Kleine“ Archive

Im Anschluss an die Mittagspause erwarteten die Teilnehmer der Sektion I: „Kleine“ Archive, in der es vor allem um den möglichen Einstieg kleinerer Einrichtungen in den Bereich Elektronische Langzeitarchivierung ging, interessante Vorträge. Tessa Neumann, Inhaberin des deutschen Archivdienstleisters „ArchivInForm“ und Andreas Steigmeier von der Schweizer Firma „docuteam“ machten in einem interessanten vergleichenden Überblick die Situation kleinerer Archive in Deutschland und in der Schweiz deutlich. Ihr Fazit, dass das Thema digitale Archivierung zwar in der Fachwelt angekommen, aber noch längst nicht als archivarische Daueraufgabe akzeptiert und etabliert ist, konnte wohl jeder Zuhörer unterschreiben.

Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam als Tagungsort

Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam als Tagungsort

Fortgeführt wurde die Diskussion durch Michael Hansmann vom Archiv für christlich-demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung, der anschaulich beschrieb, wie das Archiv sich seit 2008 langsam aber stetig immer weiter in den Bereich Digitale Archivierung einarbeitet und dabei mit einer strategischen und überlegten Herangehensweise sehr erfolgreich arbeitet. Inzwischen ist das Archiv dabei, die Vielfalt der in der Stiftung eingesetzten Erschließungs-, Archivierungs- und Präsentationstools gezielt zu vereinheitlichen. Der etwas plakative Titel „Es begann mit einem Scanner“ hatte dabei durchaus einen ganz reellen Kern, da das gesamte, bis ca. 2020 angelegte Projekt mit dem Anliegen begann, einen Auflichtscanner zu beschaffen.

Zum Abschluss stellte Meike Zepf aus dem Kreisarchiv Esslingen einen ähnlichen Ansatz vor. Aus dem Anliegen heraus, möglichst früh Praxiserfahrung in der digitalen Archivierung zu sammeln, begann man bereits vor einigen Jahren mit kleinen digitalen Übernahmeprojekten. Inzwischen hat das Archiv einen reichen Erfahrungsschatz aufgebaut, als besonders erfreulich darf wohl gelten, dass sogar die Verantwortung für das DMS der Landkreisverwaltung beim Kreisarchiv liegt. Zwar gibt es selbstverständlich offene Baustellen, Meike Zepf schloss aber mit dem Fazit, dass sich ein früher Einstieg in das Thema lohnt, allein schon um eigene Ängste abzubauen.

Auch in der angeregten anschließenden Diskussion kamen die Teilnehmer zu dem Fazit, dass es besser ist, einfach mal anzufangen und möglicherweise Fehler in Kauf zu nehmen, als gar nichts zu tun (und damit z.B. Überlieferungslücken in Kauf zu nehmen). Dies erleichtert schließlich auch eine kritische Einschätzung der zahlreich vorhandenen Empfehlungen, die ohne Fach- und Praxiswissen faktisch nicht möglich ist.

Themenblock 2: Daten – Übernehmen und Verarbeiten

Der Themenblock II: „Daten – Übernehmen und Verarbeiten“ begann mit einem Vortrag von Peter Worm (LWL-Archivamt für Westfalen) und Julia Krämer-Riedel (Historisches Archiv der Stadt Köln – HAStK), die die Umsetzung der Vorgaben des XPSR-Standards zur Archivierung von Personenstandsregistern im Digitalen Archiv NRW vorstellten. Einleitend wurde hier

Musikalische Kaffeepause :-)

Musikalische Kaffeepause 🙂

deutlich gemacht, dass die Implementation entsprechender Übernahmeschnittstellen durchaus zeitkritisch ist, da bereits 2017 die ersten Übernahmen anstehen könnten.

Es folgten Lambert Kansy vom Staatsarchiv Basel-Stadt und Martin Lüthi vom Staatsarchiv St. Gallen, die Ideen zur Entwicklung eines Standards für Archivinformationssysteme darstellten. Bereits die Begriffsbestimmung stellt hier ein großes Problem dar, da der Begriff „Archivinformationssystem“ in verschiedenen Kontexten Verwendung findet. Aufgrund der Heterogenität der Anwendungsbereiche und der Anforderungen bezeichnete bereits 2005 Andreas Berger ein entsprechendes Vorhaben als „Quadratur des Kreises“. Projektziel soll ein generisches Prozess-, Informations- und Datenmodell sein, dass zu geringeren proprietären Abhängigkeiten und besseren Vergleichsmaßstäben führt. Sobald das Projekt abgeschlossen ist, wird um rege Beteiligung am Review-Prozess gebeten!

Den Themenblock und damit auch den ersten Tagungstag beschloss Zbysek Skodulka vom Tschechischen Nationalarchiv in Prag, der die Planungen für ein tschechisches Archivportal vorstellte. Das interessante Konzept stellte gleichzeitig auch einen großen Unterschied zum deutschen Archivwesen dar. Da die tschechische Republik ein zentralistisch organisiertes Archivwesen besitzt und die Nutzung des Portals und der angebundenen Werkzeuge für die meisten tschechischen Archive verpflichtend ist, kann das Projekt viel klarer umrissen und mit weniger Aufwand besser geplant werden, als es in Deutschland möglich wäre.

Themenblock 3: Preservation Planning und OAIS-konforme                    Archivierung

Der zweite Tagungstag begann mit dem Themenblock „Preservation Planning und OAIS-konforme Archivierung“. Zuerst stellte Veronika Krauß, Studentin der Bauhaus-Universität Weimar, das überaus interessante Projekt „Authentizität digitaler Objekte unter Formattransformationen“ vor. Dabei entwickelt die Bauhaus-Universität verschiedene Tests bzw. Tools, mit denen sich z.B. die Authentizität von Bilddateien nach einer Formattransformation anhand festgelegter signifikanter Eigenschaften sicherstellen lässt, indem eine Art digitale SIgnatur aus verschiedenen Messwerten ermittelt wird. Da es sich um ein Lehrprojekt handelt, gibt es leider keinen festen Projektplan, insbesondere aus dem archivfachlichen Bereich freut sich das Projekt jedoch über Ansprechpartner und Feedback bzgl. der fachlichen Anforderungen an die Datenmigration!

Anschließend berichtete Andreas Romeyke von der Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden über „TIFF“ im allgemeinen sowie darüber, welche Probleme bei der Arbeit mit „TIFF“-Dateien üblicherweise auftreten können und wie man diese beheben kann. Dabei stellte er an der „SLUB“ entstandene, teilweise auch frei verfügbare Tools vor, mit deren Hilfe zumindest einige der klassischen Probleme bei der Arbeit mit TIFF auf einfache Weise behoben werden können, was auch für Archive die digitale Bestandserhaltung erleichtern kann.

Vor welche Probleme einen die Archivierung von Software stellt, machte Winfried Bergmeyer am Beispiel des Computerspielemuseums deutlich, das inzwischen eine Sammlung aus über 40 Jahren Computerspielgeschichte verwaltet und zu erhalten versucht. Dabei stellen sich vielfältige Probleme, angefangen von fehlenden Metadatenschemata und Datenstandards über Fragen der Emulation bis hin zu teilweise nach wie vor ungeklärten Fragen des Copyrights und der Nutzungsrechte.

Im vierten Vortrag stellte Professor Dr. Rolf Däßler von der Fachhochschule Potsdam die auf der Open-Source-Lösung „Archivematica“ basierende Berlin-Brandenburgische Verbundlösung zur Langzeitarchivierung von Digitalem Archivgut vor, die derzeit durch die Koordinierungsstelle Brandenburg Digital (KBD), der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS) und das Digitalisierungslabor der FH Potsdam am Zuse-Institut Berlin (ZIB) erarbeitet wird. Er betonte dabei die bereits in anderen Vorträgen getroffene Feststellung, dass gerade für kleinere Institutionen aus finanziellen und fachlichen Gründen kein Weg an der Beteiligung an einer Verbundlösung vorbei führt.

Zoltán Lux beendete den Themenblock mit einem Bericht zur OAIS-konformen Archivierung von Datenbanken. Das Ungarische Nationalarchiv nimmt derzeit am EU-Projekt „E-ARK“ teil. Das „E-ARK“-Projekt versucht, eine europaweit nutzbare Methodologie zur Elektronischen Archivierung aufzubauen. Im Rahmen des Projekts führt das Ungarische Nationalarchiv ein Pilotprojekt zur Archivierung von Datenbanken durch.

Themenblock 4: Aus- und Weiterbildung

Nachdem während der Tagung in zahlreichen Redebeiträgen auf die Bedeutung der IT-Inhalte in der archivarischen Ausbildung hingewiesen worden war, schloss #auds2016 mit einem Themenblock zur Aus- und Weiterbildung. Dabei nutzte Ulf Preuß (Koordinierungsstelle Brandenburg Digital) die Gelegenheit, um auf die enge Verflechtung von Forschung und Lehre an der FH Potsdam hinzuweisen. Gerade im regionalen, Berlin-Brandenburgischen Kontext konnte sich der Fachbereich Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam kulturspartenübergreifend als neutrale Beratungsinstitution im Bereich Kulturgutpräsentation, -digitalisierung und -bewahrung etablieren.

Zu guter Letzt endete die Tagung mit einem Beitrag von Claudia Engelhardt, Mitarbeiterin der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen, die in ihrer Master-Arbeit die Anteile der Digitalen Langzeitarchivierung in einschlägigen Studiengängen untersucht. Obwohl die Archivwissenschaften den zweithöchsten Anteil an Themen der Elektronischen Langzeitarchivierung in der Ausbildung beinhaltet – 9 -14 Prozent –  (einen höheren Anteil erreichen nur Studiengänge im Bereich Konservierung neuer Medien und digitaler Information [21-42%]), waren sich in der Abschlussdiskussion alle Anwesenden einig, dass hier in Zukunft noch viel Arbeit auf die Archivcommunity wartet.

Abschlussdiskussion

In der Abschlussdiskussion wurde unter dem Stichwort „Wie pragmatisch dürfen wir eigentlich sein?“  der schmale Grat zwischen der strengen, aber vielleicht praxisfernen Einhaltung von Normen auf der einen Seite und dem Pragmatischen, aber vielleicht fachlich Falschem und der allzu individuellen Handhabung auf der anderen Seite, hervorgehoben.

Zu guter Letzt und vielleicht als Ausblick auf zukünftige Tagungen wurde daran erinnert, dass man bei Fragen der Langzeitarchivierung vor allem die Nutzer nicht aus dem Auge verlieren darf!

Damit schloss die gelungene und interessante Tagung, die zukünftig wohl alljährlich zum Tagungsprogramm der Berichtenden gehören wird.

HOMO SAPIENS DIGITALIS VS. HOMO SAPIENS
ARCHIVARIUS?

Ein persönlicher Rückblick auf die Tagung „offene Archive 2.2 – Social Media im deutschen Sprachraum und im Internationalen Kontext“ am 3. und 4. Dezember 2015 in Siegen von Julia Sammler

„Den Digital Natives ist der Sieg sicher!“, lautete die frohe Kunde von Marcus Stumpf, der stellvertretend für die BKK (Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag) die Gäste der Tagung „Offene Archive 2.2“ am 3. Dezember 2015 im Siegener „Kulturhaus LYZ“ begrüßte. Die Organisatorinnen und Organisatoren der bereits zum 3. Mal stattfindenden Veranstaltung hatten sich im Vorfeld (inoffiziell) das Ziel gesetzt, sich „neben dem „Jetzt“ auch mit dem „Morgen“, also der Zukunft von Social Media und Web 2.0 im Archivwesen auseinander[zu]setzen“. Und das ist ihnen auch gelungen! Präsentationen aus dem „bibliothekarischen Heute“ von Hans-Christoph Hobohm und Almut Breitenbach, ein Workshop zu Web 2.0-tauglicher Erschließungssoftware und „artfremde“ Beiträge vom Social Media-Experten Frank Tentler und der „histocamp“- Organisatorin Karoline Döring machten einen Ausblick in die archivische (Social Media-) Zukunft möglich. Erfahrungsberichte aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg und dem Schweizerischen Bundesarchiv zeigten, wo deutschsprachige Archive im digitalen Raum heute schon verortet werden können.

„Bei 25 Vorträgen aus 7 Ländern an zwei Tagen fällt es allerdings nicht leicht, einen roten Faden zu finden“. Mit Mario Glauerts Schlussworten aus der Vorjahrestagung im Gedächtnis, ist es den OrganisatorInnen gelungen, die traditionelle Struktur mit Workshops und einer Podiumsdiskussion zu „Social Media in der archivischen Aus-, Fort- und Weiterbildung“ aufzubrechen.

"Beruhigend ernüchternd": Eine niedrige Follower-Zahl bei archivischen Facebook-Seiten ist nicht zwangsläufig ein Grund zur Trauer. Bei Jan Graefes Workshop wurden unter anderem (kostenfreie) Monitoring-Tools vorgestellt.

„Beruhigend ernüchternd“: Eine niedrige Follower-Zahl bei archivischen Facebook-Auftritten ist nicht zwangsläufig ein Grund zur Trauer. Bei Jan Graefes Workshop wurden unter anderem (kostenfreie) Monitoring-Tools vorgestellt.

Das Organisationsteam wurde zu Recht von Marcus Stumpf in seiner Eröffnungsrede als „Herzschrittmacher der deutschen Archive im Web 2.0“ bezeichnet – denn: Auf die Sprünge geholfen werden muss dem deutschen Archivwesen nach wie vor. „Heute sind Sie sich da alle einig“, lautete die unschuldige Annahme von Siegen-Wittgensteins amtierenden Landrat Andreas Müller als er sich bei seinen Grußworten rund 80 Web 2.0-affinen Tagungsteilnehmerinnen und –teilnehmern, die überwiegend aus Archiven kamen, gegenüber sah.

Positive Beispiele aus der Fachcommunity, wie die BKK-Handreichung zum Umgang mit Social Media oder die Freischaltung des VdA-Blogs im vergangenen Herbst, zeigen, dass sich auch die großen Instanzen der deutschen Archivwelt diesem inzwischen zum Mainstream gewordenen Thema nicht mehr gänzlich verschließen. Jedoch geht es bei der Frage nach offenen Archiven um weitaus mehr als den bloßen Einsatz neuer Werkzeuge. Denn auch diese werden früher oder später abgelöst, wie Karsten Kühnel seinen Workshop zu Web 2.0-tauglicher Erschließungssoftware reflektiert: „Im Zeitalter des Multi channeling, des user involvement und des Semantic Web dürfe man nicht meinen, es könne einen technischen Entwicklungsstand geben, der nicht bald erneut überholt sein würde.“

Es ist vielmehr eine Frage unserer Mentalität und (Archiv-)Tradition, die deutsche Archive seit jeher von Archiven anderer Länder, vor allem denen im angelsächsischen Raum, unterscheidet. Dies ist in erster Linie am „archivischen Selbstverständnis“ festzumachen. Während sich in Deutschland Archive vor allem als Herrschaftsüberlieferer und Dienstleister der nächst höheren Behörde begreifen, steht beispielsweise in den USA der Nutzer im Zentrum archivischen Handelns, wie unter anderem in der Vorjahres-Keynote von Kate Theimer deutlich wurde. Ein unterschiedliches archivisches Selbstverständnis führt schließlich zu unterschiedlichen Erschließungstraditionen und –methoden und somit auch dazu, dass archivfachlichen Begriffen, je nach Nationalität, eine völlig unterschiedliche Bedeutung zukommen kann. Mit der ICA-Datenbank zur multilingualen Archiv-Terminologie wird versucht, den verschiedenen Traditionen Rechnung zu tragen, jedoch orientiert sich die Sammlung „am Weltbild der Langzeitarchivierung, der Digital Preservation, aus archiv-akademischer Sicht“, wodurch der allgemeine Nutzen eingeschränkt ist.

Hans-Christoph Hobohm: Ein persönlicher Rückblick darüber, wie Bibliotheken ins Web 2.0 gekommen sind.

Hans-Christoph Hobohm: Ein persönlicher Rückblick zum „Sprung“ der Bibliotheken ins Web 2.0.

Deutsche Bibliotheken als „artverwandte“ Einrichtungen haben den Sprung ins Web 2.0 inzwischen geschafft, wie Hans-Christoph Hobohm in seiner Keynote berichtete. Jedoch hat dieser Meilenstein erstaunlich lange auf sich warten lassen, wenn man bedenkt, dass Bibliotheken grundsätzlich nutzerzentrierte Institutionen sind. Der Grundstein wurde 1994 mit der InetBib-Mailingliste und einer „analogen Twitter-Wall“ (ausgedruckte E-Mails an einer Metaplanwand auf einer Tagung) gelegt, wie Hobohm schmunzelnd die Anfänge der digitalen Vernetzung im deutschen Bibliothekswesen resümiert. 2006 wurde im Zuge von Laura Cohens „A librarian’s 2.0 Manifesto“ erkannt, dass BibliotheksnutzerInnen „Satisfaction“ wollen und Bibliotheken ihre Kultur als Ganzes ändern müssen: Die Geburtsstunde des Begriffes „Bibliothek 2.0“.

„Das Digitale geht nicht ohne analoge Beziehungen“, reflektiert Hobohm die Einführung des „BibCamps“ 2008, der ersten Unkonferenz (Begriffsdefinition vgl. Matti Stöhr und Karsten Schuldt, 2011) im deutschen Raum. Unkonferenzen oder BarCamps sind deshalb erwähnenswert weil sie als Gegenentwurf zu konventionellen Tagungen keine festen Themen und ReferentInnen vorgeben und somit keine Distanz zwischen Publikum und Vortragenden entstehen soll. Kurzum: Sie sind als Raum für neue Ideen oder frische Impulse gedacht; hier kann sich jede/r unabhängig von bereits vorhandener oder noch nicht vorhandener Fachreputation einbringen und findet Gehör. Über das erste deutsche BarCamp „für alle, die an und mit Geschichte arbeiten“, dem #histocamp, wurde ferner am zweiten Tagungstag von Mitinitiatorin Karoline Döring referiert.

Neun Jahre nach Veröffentlichung des bibliothekarischen Web 2.0-Manifests und sieben Jahre nach dem ersten „BibCamp“ wurde die Bedeutung sozialer Medien für Bibliotheken in Deutschland erkannt und 2015 mit Guidelines (#socialbib) in die Verbandspraxis übernommen. Aktuelle Trends sind auch hier in den USA durch „Empathie“ für die NutzerInnen entstanden. Dort fungieren BibliothekarInnen unter anderem als Chief Information Officers, die Informationskompetenz vermitteln, beispielsweise durch Schulungen für Literaturverwaltungsprogramme. So genannte „Maker Spaces“, für die im Internet momentan noch nicht einmal eine deutschsprachige Definition zu finden ist (und unter denen ich die Bereitstellung eines 3-D-Druckers in der Bibliothek verstehe), zählen ebenfalls zu den Trends aus den USA, die langsam auch deutsche Bibliotheken erreichen.

Almut Breitenbach, die in Ihrer Keynote „Social Media und altes Buch“ auf das große Potential hinwies, welches in der Bereitstellung historischer Altbestände über das Web 2.0 liegt, ließ mit Ihrem Hinweis auf so genannte „Blog-To-Print-Magazine“ ArchivarInnenherzen höher schlagen. So hatte Marcus Stumpf in seinen Grußworten zur Tagung darauf hingewiesen, dass sich das LWL-Archivamt mit der Veröffentlichung seiner Zeitschrift „Archivpflege in Westfalen-Lippe“ und dem gleichzeitigen Betreiben des „Archivamt“-Blogs bewusst für die Redundanz entschied, da (noch) nicht alle Archivarinnen und Archivare Blogs lesen würden.

Dass sich Archive von dem Gedanken lösen müssen, nur Überlieferer von Herrschaftsgeschichte zu sein, zeigt sich inzwischen nicht nur regelmäßig auf den BKK-Fortbildungsseminaren, sondern wurde auch im Beitrag von Elisabeth Steiger deutlich, die das „Community as Opportunity“- Projekt (kurz: CO:OP) vorstellte, in welchem Ergänzungen zu den klassischen archivischen Bestände angeregt werden und die Geschichte der „kleinen Leute“ dokumentiert werden soll.

Nach Andreas Neuburgers Resümee zu den Pilot-Projekten des Landesarchivs Baden-Württemberg und Jan Graefes Workshop zu „Monitoring“, stellte sich durch die bestätigte Vermutung, dass Archive gar keine große „Crowd“, sondern nur die richtige benötigen und eine Kennzahl im Kontext von Kultur und Bildung nicht mit einer Kennzahl im kommerziellen Bereich gleichgesetzt werden kann, eine angenehme Ernüchterung ein und der Druck, sich als ArchivarIn auch noch eine Übersicht in der unübersichtlichen Social Media-Welt machen zu müssen, war weg.

homo sapiens digitalis

Frank Tentler stellte den TagungsteilnehmerInnen den „Homo sapiens digitalis“ vor. Wie könnte ein „Homo sapiens archivaris“ aussehen?
Bildquelle: https://blog.telefonica.de/2014/06/homo-sapiens-digitalis/

„Offene Archive 2.2“ schloss für mich am zweiten Tag mit Frank Tentlers (#TENTLER) Keynote-Vortrag „Smartplaces“, in dem er die deutsche Archivwelt zu etwas Provokativem aufforderte: „Überspringt die kommenden 2 Jahre, in denen ihr euch mit Social Media anfreunden wollt und springt mit eurem tollen Content und einem 3-Jahres-Masterplan in das interaktive Location Based Services-Zeitalter. Geht dahin, wo die Menschen euch brauchen“ (Vgl. Frank Tentler auf Facebook am 4. Dezember 2015).

Diese betriebswirtschaftliche Betrachtung mag nicht nach dem Geschmack der meisten Gemüter sein, jedoch machte Tentler in seinem Vortrag deutlich, dass der Homo sapiens digitalis allgegenwärtig und letztlich der Archivnutzer von heute ist, auf den es sich einzustellen gilt.

Die digitale Disruption, also eine Innovation, die sich zunächst am unteren Ende des Marktes befindet und schließlich etablierte Anbieter im Laufe der Zeit verdrängt, zwang bisher etliche Branchen zum Umdenken. Für Archive stellt dieses Phänomen jedoch keine Bedrohung dar, sondern im Gegenteil, eine große Chance! Mit Frank Tentlers Vortrag fiel nicht zum ersten Mal der Begriff der „Macht von unten“.

So lautete Florian Hoffmanns Resümee im Tagungsbericht: „Im Übrigen wurde deutlich, dass soziale Medien auf die Gesamtheit der Archive bezogen nur von einer Minderheit genutzt werde. Ganz überwiegend handelt es sich noch immer um eine Bewegung von unten, die vor allem von kleineren und mittleren Archiven als Chance begriffen wird, mit vergleichsweise geringem Aufwand Öffentlichkeitsarbeit, Kontaktpflege mit den Nutzern und Bestandsvermittlung zu betreiben, während sich die staatstragenden Institutionen (Archivschule, Bundesarchiv) eher zurückhaltend geben.“

Ist nach dem „BibCamp“ und dem #histocamp die Zeit womöglich reif für ein „ArchiCamp“, bei dem sich Homo sapiens archivarius und Homo sapiens digitalis die Hände reichen?


#archive20

Jetzt fahrn wir über die Warnow
– zur Tagung der FaMI-AusbilderInnen
des Bundes in Rostock

„Sie haben das Beste schon verpasst!“, war das erste was mir Oberleutnant zur See Milde entgegnete als ich von ihm an einem regnerischen 18. Juni in Rostock-Warnemünde abgeholt wurde, damit ich die Fährfahrt nicht allein und den anschließenden vier Kilometer langen Weg zum Marinestützpunktkommando – dem diesjährigen Tagungsort der FaMI-AusbilderInnentagung des Bundes – nicht zu Fuß bestreiten musste.image

Was das Rahmenprogramm anbelangt – hier konnten die anwesenden Ausbilderinnen und Ausbilder unter anderem einer Tauchsimulation zuschauen – mag er Recht haben!

Was die letzten inhaltlichen Beiträge der Tagung angeht, kam ich jedoch genau rechtzeitig und konnte interessante – wenngleich auch nicht ausschließlich positive – Neuigkeiten für diesen Blogbeitrag mitnehmen.

„Die Schülerzahlen sind rückgängig“, hieß es in der Präsentation von Frau Birgit Köpnick, der Direktorin der Beruflichen Schule Waren/Müritz, die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (FaMI) in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ausbildet. Im letzten Jahrgang hat sich die SchülerInnenzahl bei dem Übergang vom ersten zum zweiten Lehrjahr halbiert! Mit Besorgnis werde weiterhin beobachtet, dass es immer weniger BewerberInnen gibt, die über eine allgemeine Hochschulreife verfügen.

Monika Schmidt - Fachlehrerin für FaMI an der Beruflichen Schule Müritz - präsentiert das Profil des Berufsbereichs "Büro und Verwaltung"

Monika Schmidt – Fachlehrerin für FaMI an der Beruflichen Schule Müritz – präsentiert das Profil des Berufsbereichs „Büro und Verwaltung“

Womit könnte diese Entwicklung zusammenhängen? Ist der junge Ausbildungsberuf „FaMI“ unattraktiv? Liegt es an der Heterogenität der Ausbildungseinrichtungen oder an einem Rahmenlehrplan, der für Bewerberinnen und Bewerber nicht transparent genug ist?

Auch für die berufliche Weiterbildung sind das keine guten Nachrichten – mangelt es doch im Archiv- und Bibliotheksbereich nicht an Fortbildungsmöglichkeiten, die Aufstiegschancen innerhalb des eigenen Betriebs oder eine erfolgreiche Fortbewerbung auf eine höhere Stelle ermöglichen.

So gibt es neben „uns“ für FaMI der Fachrichtung Bibliothek an der Hochschule Hannover den berufsbegleitenden Studiengang „Informationsmanagement“; auf Länderebene werden für alle drei ABD-Bereiche (Archiv, Bibliothek, Dokumentation) in Hessen und Nordrhein-Westfalen seit 2009 und 2012 Fortbildungen zum Fachwirt/ zur Fachwirtin für Medien- und Informationsdienste angeboten. (Auf Bundesebene verzögert sich die Einführung des Fachwirtes aufgrund eines fehlenden Weiterbildungsträgers hingegen bis auf weiteres.)

In einer Podiumsdiskussion berichteten Patricia Milus und Mathias Bornschein, die beide unsere Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement absolvieren, den Ausbilderinnen und Ausbildern von ihren Erfahrungen und empfehlen eine berufliche Weiterbildung – unabhängig vom Bildungsträger – in jedem Falle weiter.

Unsere Postkarte "#nurfamireichtnicht", die wir anlässlich des Bibtags 2015 erstellt haben

Unsere Postkarte „#nurfamireichtnicht“, die wir anlässlich des Bibtags 2015 erstellt haben

Eine Postkarte, die wir anlässlich des diesjährigen Bibliothekartags entwickelt haben, entfachte mit Ihrer Aufschrift „#nurfamireichtnicht“ eine Kontroverse zwischen Befürwortung des Spruchs als cleveres Marketinginstrument auf der einen Seite und Ablehnung auf der anderen, da er als Abwertung des Ausbildungsberufs fehlinterpretiert wurde. Tatsächlich aber haben wir mit der Postkarte die Aussage eines Teilnehmers der Fernweiterbildung Bibliothek aufgegriffen, der damit seine Motivation zur Aufnahme der Weiterbildung begründet. In der daraus entstandenen Diskussion spiegelt sich letztlich auch die Unsicherheit hinsichtlich des Stellenwertes der Ausbildung innerhalb der archivischen und bibliothekarischen Fachwelt wider.

Welche Auswirkungen der Wegfall der Ausbildungsquote auf Bundesebene für die Zukunft des FaMI haben wird ist noch nicht absehbar.

Positives war zumindest aus dem Bundesarchiv zu vermelden: Das Archiv bildet Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste bedarfsgerecht selbst aus und qualifiziert künftig keine QuereinsteigerInnen auf mittlerer Ebene nach.

Dennoch geht mir mit Ende der Tagung eine Frage nicht aus dem Kopf:

Was wird die Zukunft für den FaMI angesichts rückgängiger InteressentInnenzahlen und langfristig weniger werdenden Ausbildungseinrichtungen bringen?

Kurzbericht zum BKK-Seminar online!

Vom 12. – 14. November 2014 fand das 23. Fortbildungsseminar der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag an der Fachhochschule Potsdam statt. Mehr dazu in unserem Kurzbericht auf der Seite des Fachbereichs Informationswissenschaften!

(An dieser Stelle bitte ich die unglückliche Anordnung der Beitragsfotos zu entschuldigen. Dies liegt an unserem neuen CMS, das im Zuge des Web-Relaunchs der Fachhochschule Potsdam seit diesem Frühjahr im Einsatz ist.)