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M12 – Contentmanagementsysteme
(Fernweiterbildung Archiv)

Michael Panitz ist Mitarbeiter bei Mediamid Digital Services GmbH und hat 2012 seinen Master im Studiengang Informationswissenschaften an der FH Potsdam abgeschlossen. In der Fernweiterbildung Archiv lehrt er in diesem Jahr erstmalig das Modul „Content Management systeme“ (CMS). Lehrerfahrungen konnte er bereits in „unserem“ Direktstudium und in der Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement sammeln.

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Lehrbeauftragter Michael Panitz

Worum geht es bei dem Modul?

Das Modul soll den Studierenden die Bedeutung von Content auf der einen und die Verwaltung desselben mit Hilfe geeigneter Systeme auf der anderen Seite nahe bringen. „Content“ wird heutzutage im digitalen Umfeld oft zitiert, aber nur schwammig „präzisiert“. Der Kurs setzt da an und betrachtet unterschiedliche Arten von Content, die von Webseiten-Inhalten, über Fotos bis hin zu digitalen Archivalien reichen können. Die entsprechende Anzahl von Systemen ist dementsprechend, weswegen ein kleiner Querschnitt präsentiert wird.

Warum sind CMS für die Archivpraxis so wichtig?

Auch „Digitale Archive“ sind im weitesten Sinne Content Management Systeme, ebenso wie Online-Findbücher. Aber die Bedeutung von CMS fängt für ein Archiv bei einer optimalen Webpräsenz an, die den Zugang erleichtert, Besucher über Nutzung und Öffnungszeiten informiert und auch ohne Findbücher wenigstens die Schwerpunkte der Archivinhalte umreißt. Da mit frei verfügbarer Software ohne viel Einarbeitung eine Realisierung möglich ist, sind CMS auch für die Archive wichtig und keine ausschließliche Sache der IT – gerade bei kleineren Archiven.

Was bringen ausgebildete FaMI bereits mit? Auf welche (Ausbildungs-)kenntnisse und –fähigkeiten kann hier aufgebaut werden?2000px-Logo_TYPO3.svg

Trotz des vergleichsweise geringen technischem Know-How ist ein eine gewisse technische Affinität sicherlich von Vorteil. Grundsätzliche Kenntnisse gängiger Office-Anwendungen, Online-Editoren und generelles Interesse an Web-spezifischer /-gestützter Arbeit sind zudem hilfreich für einen leichteren Einstieg, aber kein Muss. Für das Konfigurieren und Aufsetzen vieler Systeme in der Grundausstattung sind oftmals tatsächlich keinerlei Vorkenntnisse notwendig. Je größer die Systeme und der gewünschte Funktionsumfang, desto mehr Einarbeitung ist notwendig.

Welche Prüfungsleistung(en) gibt es?

Es gibt drei schriftliche Hausaufgaben, die zwei Drittel der Endnote ausmachen. Eine praktische Hausaufgabe geht zu einem Drittel in die Endnote ein.

Wie können sich Interessierte darauf vorbereiten?

Tatsächlich ist die „Wikipedia“ hier für den Einstieg sehr gut geeignet:

Herr Dr. Ulrich Kampffmeyer hat im Rahmen seiner Unternehmensberatung „PROJECT CONSULT“ einige interessante Beiträge veröffentlicht:

Und noch allgemeine Infos:

Vielen Dank!

M12- Content-Management-Systeme (Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement)

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Julia Schmidt. Nach dem Abschluss meines Studiums der Informationswissenschaften an der FH Potsdam war ich zunächst im Projektmanagement einer Online-Agentur und anschließend an der wissenschaftlichen Spezialbibliothek des Deutschen GeoForschungsZentrums tätig. Seit Kurzem bin ich in einem Potsdamer mittelständischen Unternehmen für das Informationsmanagement verantwortlich.

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Julia Schmidt

Welches Modul lehren Sie in der Fernweiterbildung? Wie ist das Modul aufgebaut?

Ich unterrichte im nun kommenden dritten Durchgang das Modul „Content-Management-Systeme“ (CMS). In der Startphase des Kurses setze ich den inhaltlichen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Zweck, Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von CMS. Dazu erarbeiten sich die Kursteilnehmer/innen mithilfe vorgegebener Lektüre erstes Grundwissen. Dieses wird reflektiert, indem die Kursteilnehmer/innen selbstständig ein eigenes Vorlesungsskript zu einem Teilbereich der Kursinhalte erstellen. Der praktische Teil wird durch die Arbeit mit dem CMS TYPO3 abgedeckt. Dazu setzen sich die Kursteilnehmer/innen mit den einzelnen Funktionen technisch auseinander, indem vorgegebene Übungen im eigenen CMS-Arbeitsbereich nachvollzogen und umgesetzt werden. Zum Ende des Kurses setze ich den Fokus auf die Gegenüberstellung von proprietärer und quelloffener CMS-Software sowie zu deren Anbietern – dabei ist mir wichtig, mithilfe dieses Marktüberblickes ein Grundwissen zu schaffen, das die Kursteilnehmer/innen in die Lage versetzt, Software und Anbieter bewerten zu können und erste Ansätze bezüglich der Herangehensweise zur Einführung eines CMS kennenzulernen.

Inwieweit beziehen Sie moodle oder andere Plattformen mit ein?

Moodle ist in meinem Kurs als Kommunikations- und Lernplattform unabdingbar. Nicht nur für die Teilnehmer/innen, sondern auch für mich selbst bietet Moodle die Möglichkeit, eine feste Struktur für die Kursinhalte und den –ablauf zu schaffen. Dabei fungiert die Lernplattform nicht nur als Dokumentenablage – vielmehr werden neben Wiki, Chat und Forum als interaktive und kommunikationsintensive Gruppenwerkzeuge auch eine Literatur-Datenbank, die Aufgaben-Funktion sowie die Moodle-Aktivität „Workshop“ genutzt, um den Kursteilnehmer/innen die Möglichkeit zu geben, deren Ergebnisse aus Lernprozessen gegenseitig zu evaluieren. Die zuletzt genannte Methode werde ich im kommenden Kursdurchgang allerdings zum ersten Mal anwenden und bin schon sehr auf die Ergebnisse und das Feedback der Kursteilnehmer/innen gespannt.

Mit welchen Leistungsnachweisen schließt das Modul ab?

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Blick in den moodle-Kurs zu CMS

Die Kursteilnehmer/innen werden neben der kursbegleitenden Mitarbeit am Glossar und einer FAQ-Liste als erste Modulaufgabe ein interaktives Vorlesungsskript erstellen, welches in den Präsenzveranstaltungen gruppenweise präsentiert wird. Die zweite Modulaufgabe ist die Durchführung von Übungen im Content-Management-System TYPO3, um die Funktionen nicht nur in der Theorie, sondern auch in der praktischen Anwendung zu trainieren. Das Modul soll letztlich noch mit einer Kurzrezension zu einer Marketingbroschüre eines Softwareanbieters abschließen.

Sie waren zuvor Studierende an der FHP – welche Unterschiede sind zwischen den Direktstudierenden und den TN der Fernweiterbildung in Bezug auf Ihr Fach erkennbar? Lösen die TN Aufgaben praxisorientierter? Leichter?

Die Vorkenntnisse der Kursteilnehmer/innen sind in diesem Modul sehr differenziert. Technik-Affine bewältigen die Kursinhalte und –aufgaben nach meiner Erfahrung aus den vergangenen Durchgängen sehr gut – dann gibt es jedoch auch diejenigen Teilnehmer/innen ohne praktische – teilweise auch ohne theoretische Vorkenntnisse zu Content-Management-Systemen. Daher ist es wichtig, die Grundlagen gleich zu Beginn des Kurses so zu vermitteln, dass die Gruppe als Ganzes mitgenommen wird. Das ist angesichts der zeitlichen Beschränkung des Präsenz-Unterrichtes eine ziemliche Herausforderung.
Einen gravierenden Unterschied zwischen den Teilnehmer/innen der Fernweiterbildung und meinen damaligen Mitstreitern im Präsenzstudium konnte ich in Hinblick auf die methodische Herangehensweise zum Lösen von Modulaufgaben bisher nicht feststellen. Tatsächlich spielt meiner Einschätzung nach viel mehr die Tatsache eine Rolle, dass die Kursteilnehmer/innen der Fernweiterbildung es durch die kurzen Präsenzzeiten eher schwerer haben, sich mit diesem technisch geprägten Thema intensiv auseinander zu setzen, als Studierende dies im Direktstudium durch regelmäßige, wöchentliche Präsenz-Unterrichtsphasen tun können. Daher möchte ich zukünftig den Fokus stärker darauf legen, den Kursablauf so zu gestalten, dass in kürzeren Zeitabständen jeweils kleine Lerneinheiten angeboten werden – hierzu werde ich Moodle als Lernplattform intensiv nutzen. Durch diese Herangehensweise erhoffe ich mir einen zufriedenen Lernerfolg für die Kursteilnehmer/innen.

Welchen Rat möchten Sie unseren TN mit auf den Weg geben?

Ich möchte den Kursteilnehmer/innen der Fernweiterbildung empfehlen, die angebotenen Lernwerkzeuge wie z.B. das Wiki oder die Workshop-Aktivität intensiv zu nutzen. Diese können meines Erachtens nach nicht nur dabei unterstützen, die Studieninhalte während des Kurses zu festigen, sondern auch die langfristige Auseinandersetzung mit dem Kursthema zu fördern, da das Gedächtnis durch den Gestalten-Faktor weitaus mehr angeregt wird, als durch reines akustisches Rezipieren der Präsenzinhalte. Des Weiteren bin ich immer sehr erfreut, wenn ich feststelle, dass die Kursteilnehmer/innen auch tatsächlich die von mir zum Thema ausgewählte Literatur zur Vor- und Nachbereitung gelesen haben. Die Auswahl der Lektüre erfolgt mit Bedacht und zielt darauf ab, das Verständnis zu den Kursinhalten zu unterstützen. Wichtig ist mir auch, dass eine offene Lernatmosphäre herrscht und die Kursteilnehmer/innen sich gegenseitig beim Lernen unterstützen. Dazu gehört neben aufmerksamem Zuhören auch das aktive Reagieren auf die Äußerungen und Fragen der Kommiliton/innen – sei es im Präsenzunterricht oder im virtuellen Klassenzimmer in der Moodle-Lernumgebung.