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Sauspannend! Der Stellenwert von Bewegungsarchiven für die Demokratiebildung – ein Radiointerview mit
Julia Hartung

Die Bedeutung der Archive von unten ist immens. Vielen klassischen Archiven ist es so gut wie nicht möglich, ihre Bestände um nicht-amtliches Archivgut zu bereichern und somit Überlieferungen zu bilden, bei denen es sich nicht um so genannte Herrschaftsüberlieferungen handelt.

Bei den Bewegungsarchiven – wie es das Beitragsbild der Illustratorin Tine Fetz bereits suggeriert – handelt es sich in der Regel um lebendige Dokumentationseinrichtungen mit einem Sammelschwerpunkt. Im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) sind die Archive von unten in der Fachgruppe 8 „Archive der Hochschulen sowie wissenschaftlicher Institutionen“ verortet. In diesem Jahr wurde das Positionspapier „Zur Zukunft der Archive von Protest-, Freiheits- und Emanzipationsbewegungen“ verabschiedet.

Ich wage zu behaupten, dass die Bedeutung der Archive von unten im digitalen Zeitalter weiterhin wächst: Wer sonst sollte die relevanten Bottom-Up-Prozesse im Web aus einer unübersichtlichen Masse an Informationen filtern und diese den offiziellen Überlieferungen gegenüberstellen können, wenn nicht Bewegungsarchive?

In diesem Radiointerview berichtet Julia Hartung von den Aufgaben und dem Stellenwert der deutschen Bewegungsarchive.

Julia Hartung ist Soziologin mit dem Schwerpunkt „Historische Aufarbeitung deutschen Verbrechen 1933-45“ und lebt und arbeitet in Berlin. Zur Zeit absolviert sie den Masterstudiengang Archivwissenschaft an der FH Potsdam und ist im Archiv der Akademie der Künste tätig.

Wir bedanken uns für den interessanten Beitrag :-)!