Zu Gast in…Sondershausen

In einer wahrhaft königlichen Umgebung fand die diesjährige bundesdeutsche FaMI-Lehrer-Tagung statt. Drei Tage wurde an der Thüringer Landesmusikakademie, neben dem Schloss Sondershausen, über SondershausenThemen wie Bildrechte, Mediengeschichte, analoge und digitale Objektdokumentation und auch den Unterricht gesprochen. Am dritten und letzten Tag waren wir zu Gast, um mit den TeilnehmerInnen zu diskutieren, inwieweit die Ausbildung an den Berufsschulen die FaMI auf die Teilnahme an der Fernweiterbildung vorbereitet.

Nach einem kurzen Eröffnungsvortrag, der die Voraussetzungen der Teilnahme durch Julia Sammler und Sabine Wolf skizzierte, sprachen zwei derzeitige Teilnehmer der Fernweiterbildung, Beatrice Fischer und Martin Bülling, über ihre Ausbildung und inwieweit diese sie auf die Fernweiterbildung vorbereitet hat.

DSC_3466_bearbeitet_140x170Herr Bülling, Teilnehmer des 5. gradualen Kurses der Fernweiterbildung Archiv und Mitarbeiter im Archiv der Bauhaus-Universität Weimar, ging nach einer Beschreibung seines archivarischen Tätigkeitsfeldes auf die Lehrinhalt der Berufsschule ein. Seiner Meinung nach hat die FaMI – Ausbildung den Grundstein des Wissens gelegt, auf welches er jetzt in der Fernweiterbildung aufbauen kann. Er hebt hervor: „Besonders die computerbasierten Fächer, wie das Fach Informations-und Kommunikationssysteme, waren neben den Archivfächern natürlich sehr hilfreich. Eine Zusammenarbeit zwischen den Berufsschulen und der Fachhochschule Potsdam wäre sehr erstrebenswert, da die Fernweiterbildung eine gute Möglichkeit darstellt, sich während des Berufslebens weiterzuentwickeln und eventuell anschließend die Chance besteht in den gehobenen Dienst aufzusteigen.“

Beatrice Fischer, die eine Teilnehmerin des 5. gradualen Kurses der Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement ist, ging eingangs gleich auf die Frage einer Berufsschullehrerin ein, ob die von der Fernweiterbildung geplante Ausweitung der Aktivitäten in Moodle und das Peer Feedback nicht zu zeitintensiv seien. Frau Fischer verneinte dies, führte aber auch an, dass dies auf sie nicht zuträfe, da sie nur 35 Stunden in der Bibliothek beschäftigt sei.

Zur Thematik fasst sie ihre Anmerkungen wie folgt zusammen:

„Insgesamt fühle ich mich durch die theoretische Ausbildung an der Berufsschule in Sondershausen gut auf die Inhalte der Fernweiterbildung Bibliothek vorbereitet. Wenn man sich die Fächerbezeichnungen in der Berufsschule und die Modulbezeichnungen der Fernweiterbildung genauer ansieht, fällt auf, dass die berufsschulische Ausbildung den Grundstein für die tiefergehenden Inhalte der Fernweiterbildung legt, z. B. für die Themenbereiche Urheberrecht bzw. Informationsrecht, Datenbanken, die Arbeit mit Suchmaschinen und Referenzquellen, aber auch fachsprachliche Kommunikation in Englisch. An der Berufsschule in Sondershausen ist es möglich, ein Zertifikat in unterschiedlichen Stufen im Fachenglisch zu erlangen. 2014-02-05-11-25-43-_DSC3398Diese Chance habe ich während meiner Berufsausbildung ergriffen und war somit sehr gut auf das Modul „English for Information Professionals“ vorbereitet.

Einzige Verbesserungsvorschläge an die FaMI-Lehrer, vom Abschluss der Berufsausbildung 2009 ausgehend, ist eine frühere Einführung in Methoden des Wissenschaftlichen Arbeitens, ein geringerer Fokus auf die traditionelle Titelaufnahme, vor allem im Hinblick auf die Ablösung der RAK durch RDA, und das vermehrte Arbeiten mit Onlinediensten im Fach Referenzquellen.

Im anschließenden Gespräch mit den Lehrern der Berufsschule Sondershausen wurden bereits einige Neuerungen seit meinem Abschluss 2009 bestätigt, sodass ich denke, dass auch zukünftige FaMI gut auf die Fernweiterbildung an der FH Potsdam vorbereitet sein werden.“

Da in diesem Jahr zum Teil andere Berufsschullehrer an der Tagung teilnahmen als im letzten Jahr, wurde die erneute Vorstellung der Fernweiterbildung positiv aufgenommen. Besonders gut kam jedoch die Beschreibung der beiden Teilnehmer an: Hier konnten Beatrice Fischer und Martin Bülling alle Fragen praxisnah beantworten und ihre Vorträge trugen an diesem Tag sicherlich auch zu einem besseren Einblick in den Ablauf der Fernweiterbildung bei, sodass von Seiten der Projektkoordinatorinnen überlegt wird, diese kombinierte Art der Vorstellung auch in Zukunft zu praktizieren.

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