Der Schlüssel zur Geschichte – 17. Brandenburgischer Archivtag in Potsdam zum Thema „Erschließung“

Am 8. und 9. Mai 2014 findet an der Fachhochschule Potsdam der 17. Brandenburgische Archivtag zum Thema „archivische Erschließung“ statt. In enger Kooperation zwischen dem Landesverband Brandenburg des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) und der FH Potsdam konnte die Fachtagung rund um die Kernaufgabe der Archive erstmalig in die Landeshauptstadt geholt werden.

Tagungsort ist das Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam auf dem Campus zwischen Kiepenheuerallee und Pappelallee. Es werden rund 150 Gäste erwartet, darunter Referentinnen und Referenten aus Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein sowie ausstellende Unternehmen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Archiven sämtlicher Sparten aus Brandenburg und Berlin und Studierende der FHP.

Der Archivtag wird am Donnerstag, dem 8. Mai 2014, um 10 Uhr von der Wissenschaftsministerin des Landes Brandenburg, Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, der Vorsitzenden des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare, Dr. Irmgard Christa Becker, und dem Präsidenten der Fachhochschule Potsdam, Prof. Dr. Eckehard Binas eröffnet.

Wenngleich sich das Tagungsthema Außenstehenden nicht auf den ersten Blick erschließen mag, so bildet die Ordnung und Verzeichnung der in den Archiven verwahrten Unterlagen, den Grundstein für die historische Forschung.

Archiven obliegt mit der Entscheidung über die Übernahme aktuell nicht mehr benötigter Unterlagen in das Archiv, deren Erschließung und letztendlich ihrer Bereitstellung für Forschung und Öffentlichkeit eine enorme Verantwortung, wenn nicht gar „Macht“. Anders als in der Öffentlichkeit häufig wahrgenommen, handeln Archive sowohl vorausschauend als auch zurückblickend. „Schließlich müssen Archivarinnen und Archivare von heute wissen, was es in der Zukunft über unsere Gegenwart zu wissen gelte“, so Prof. Dr. Eckehard Binas.

„Kompetenzen auf dem Gebiet der archivischen Erschließung sind in der Berufspraxis am stärksten nachgefragt“, weiß Prof. Dr. Susanne Freund, Dozentin für Archivwissenschaft am Fachbereich Informationswissenschaften. „Die Archivausbildung hier an der FH Potsdam bildet dafür ein solides Fundament, das im ständigen fachlichen Austausch erweitert werden muss.“ Sowohl für die Fachhochschule als auch für den VdA-Landesverband ist daher die enge Zusammenarbeit zwischen Ausbildung und Praxis in den Archiven ein unverzichtbares Element, das in der Zukunft noch ausgebaut werden soll.

Ganz in diesem Sinne wird auf der diesjährigen Fachtagung nahezu das gesamte Spektrum archivischer Erschließung in Vorträgen und Diskussionen abgedeckt: So finden die einheitlichen Ordnungs- und Verzeichnungsgrundsätze der DDR nach wie vor Berücksichtigung in der Lehre und Anwendung in der Praxis, worüber Petra Rauschenbach vom Bundesarchiv zu berichten weiß. Aber auch die Herausforderungen des digitalen Zeitalters, Verzeichnungsbeispiele aus dem Parlamentsarchiv des Deutschen Bundestages und des Brandenburgischen Landeshauptarchivs sowie die Frage nach dem (künftigen) Einsatz von Normdateien werden in diesem Rahmen thematisiert. Archivische Verzeichnung bei knappen Ressourcen und die Erschließung von Fotos und Nachlässen als Archivalientypen werden in einzelnen Arbeitsgruppen diskutiert.

Das Programm zum Archivtag finden Sie hier.

Abgerundet wird die Tagung durch die Verleihung des Brandenburgischen Archivpreises, der alle zwei Jahre an Institutionen vergeben wird, die sich in besonderer Weise im Bereich des Archivwesens ausgezeichnet haben.

Veranstaltungstermin und –ort:

Donnerstag, 8. Mai und Freitag, 9. Mai 2014

Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam, Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam.

5 Gedanken zu „Der Schlüssel zur Geschichte – 17. Brandenburgischer Archivtag in Potsdam zum Thema „Erschließung“

    1. Julia Sammler

      Lieber Herr Wolf,
      vielen Dank für den Hinweis!Wir hatten vorab überlegt ob wir ein Tagungshashtag einführen bzw. bekannt geben. Da mir aus der hiesigen Archivwelt bisher nur Patrick F. als eifrig tweetender Archivar bekannt war ;), haben wir uns letztendlich gegen den (vermeintlichen) Aufwand entschieden. Aber vielleicht ist das künftig auch für Brandenburg eine Option. Was meinen Sie? Die Präsentationen der ReferentInnen werden sukzessive hier eingestellt.

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      1. Thomas Wolf

        Ich würde es sehr begrüen, wenn man zukünftig offiziell das Twittern vom brandenburgischen Archivtag mit einem Hashtag unterstützt wird. Ich persönlich halte es für eine der sinnvollsten Nutzungen von Twitter und vielleicht lockt der Hashtag ja auch privattwitternde ArchivarInnen aus der Reserve.

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        1. Julia Sammler

          Dann werde ich das dem Landesverband so für die Oragnisation des nächsten Archivtages so weiterleiten. Vielen Dank!

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          1. Stefan Schröder

            Da ich am vergangenen Donnerstag den Vortrag von Nils Brübach verpasst habe, gaben mir die Twitter-Einträge der oben genannten Twitterer immerhin ein paar interessante Einblicke. Ich kann den Vorschlag von Thomas Wolf daher nur unterstützen, auch wenn ich selbst kein aktiver Twitterer bin.

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