W01 – Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising (Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement)

Seit Herbst 2015 ist ein Teil der Teilnehmenden des 6. grad. Kurses der Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement im Wahl-Modul „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“ dabei. Bereits die Einführungsveranstaltung des Moduls hat gezeigt, mit wie viel Engagement Ilona Munique, unsere neue Dozentin für dieses Modul, das Thema angeht – ob der Funke auch auf die Teilnehmenden übergesprungen ist? Mal sehen wie ihr Halbzeit-Bericht ausfällt…

Begeisterung zur Halbzeit im Wahlmodul „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“

Pünktlich zur Halbzeit fand das letzte Modul der drei „Pflicht“-Lerneinheiten „Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit und Fundraising“ sein warmes Plätzchen auf Moodle. Und pünktlich zur Halbzeit erreichte mich die erste Hausarbeit von einer der 14 Teilnehmenden des Wahlmoduls im berufsbegleitenden Fernlehrgangs „Bibliotheksmanagement“. Zeit also für eine Zwischenbilanz.

Bilanz

Bilanz – das klingt nach Zahlen. Bitte sehr.

Offiziell sind 75 Prozent von 18 Feedbackaufgaben zu beantworten, die aus einer Auswahl von 50 Fragestellungen bis auf wenige Ausnahmen nach Belieben herausgepickt werden können. Statistisch gesehen enthalten die drei Lerneinheiten (Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit und Fundraising) rund 50 weitere Fragen, die sich die Teilnehmenden selbst beantworten dürfen. Des weiteren 32 Übungsaufgaben, die freiwillig gelöst werden können, wobei 20 davon als Feedbackaufgabe vorgeschlagen sind. Zusätzlich arbeiten zwei Teilnehmende an der Lerneinheit „Jahresbericht“. Die Beantwortung der Feedbackaufgaben dient hier gleichzeitig als Hausarbeit. Rund 600 ein- und ausgehende Nachrichten wurden bislang ausgetauscht. (Zur zweiten Halbzeit dürfte sich das jedoch sehr reduzieren.) 74 Forenthemen wurden von den Teilnehmenden eingestellt, die insgesamt 236 Forenbeiträge (im Schnitt also rund 19 pro Kursteilnehmer/in) zeitigten.

Statistisch gesehen haben ein Drittel der Teilnehmenden so fleißig gearbeitet, dass sie bis zum Rest des Jahres nichts mehr zu machen bräuchten – was jedoch erfreulicherweise nicht von allen so gesehen wird. Zitat: „Wenn ich die HA fertig habe, werde ich sicher noch weitere Feedbackaufgaben lösen.“

Ein weiteres Drittel steht sehr kurz davor, ihre „Pflichtabgaben“ zu vollenden, und das restliche Drittel hat zwar noch wenig, jedoch sehr gute Ergebnisse eingereicht.

Mit einem Wort: ich bin begeistert!

Begeisterung

Begeistert von der Bereitschaft der Teilnehmenden, sich zu einer Lerncommunity zusammenschweißen zu lassen.

Begeistert von der Art und Weise, wie sich die Kursteilnehmenden untereinander im Forum konstruktive Feedbacks geben.

Begeistert von ihrem differenzierten Umgang mit komplexen Inhalten, welche sie auf ihre eigene Arbeitssituation in eine praktische Beziehung setzen.

Begeistert von der raschen Auffassungsgabe, mit der sie die eher ungewohnte, da nicht-schulische Art des Lernens im Sinne eines subjektorientierten, konstruktivistischen Ansatzes aufgegriffen haben.

Begeistert von der Akribie einiger, die sich formal sorgfältig jeder einzelnen Aufgabe so widmen, als wäre sie eine eigene Hausarbeit.

Begeistert aber auch von denjenigen, die sich über allzu Formales hinwegsetzen und stattdessen mit Lust zum Kern der Inhalte vorstoßen.

Begeistert über die vielen schönen Beispiele und Fotos, mit denen sie ihre Antworten würzen und die mir, der Dozentin, einen wunderbaren Einblick in ihre Bibliotheksalltagswelt geben. Und die mir nachgerade für die nächsten Jahre als einen Fundus an Beispielen dienen werden, mit denen ich die Module aktuell zu halten gedenke.

Es gäbe noch so einiges mehr, was mich erwärmt und froh stimmt. Aber dann glaubt mir das am Ende niemand, weil’s gar zu schön ist.

Doch sind denn auch die Teilnehmenden begeistert? Hier ein paar Rückmeldungen:

„Das Gestalten fürs 1. Modul hat mir so großen Spaß gemacht. Auch Ihre „Zusatzaufgaben“ klingen für mich nach Spaß. Ich freue mich jetzt schon, die erste Idee noch weiter auszubauen und zu verbessern.“

„Und wir sind auch begeistert, dass Sie uns soviel Feedback geben – hatten wir bisher noch in keinem Modul in der Intensität „

Schön, durch diese Aufgabe wieder etwas Neues dazugelernt zu haben 😉

„Es freut mich zu hören, dass wir gerne so viel machen können. Das Modul macht einfach unheimlich Spaß, wir lernen so viel.“

„… bedanke mich vielmals für das ganz Wissen was Sie uns im Modul vermittelt haben.“

„Vielen Dank für Ihr Feedback, die Kommentare empfand ich als sehr angebracht und hilfswert.“

Kritik

Gibt es denn so gar keine Kritik? Wenn ich persönlich überhaupt eine habe, dann betrifft sie nur den Umstand, dass ich ein wenig wehmütig unserer schönen deutschen Sprache und um eine ordentliche Rechtschreibung nachtrauere.  Doch nur bei der Hausarbeit werde ich pingelig. Und im Modul „Pressearbeit“ sowieso. Da führt kein Weg an gutem Deutsch vorbei.

Und wenn die Teilnehmenden etwas kritisieren, dann ist es entweder ein technischer Umstand auf der (von uns intensiv genutzten) Schulungsplattform oder weil sie den breiten Gestaltungsrahmen, den sie vorfinden, für sich nicht immer „sicher“ einzuschätzen vermögen. Schuldidaktik prägt wohl ein Leben lang. Gegängeltes Lernen wieder zu verlernen ist nicht ganz einfach. Es lohnt sich jedoch, um sich des UNABHÄNGIGEN Denkens und der EIGENEN Lösungswege wieder sicherer zu werden.

Wie auch immer – wir lernen voneinander so viel, dass ich bei den Feedbackantworten großzügig über Rechtschreibschwächen hinweg sehen mag. So, wie meine Teilnehmenden großzügig sind, wenn ich ihre Namen zuweilen verwechsle oder nicht immer sofort antworten kann, wenn ich wieder einmal einige Tage länger auf Seminarreise bin.

Zukunft

Daher blicke ich gelassen und frohgemut auf die vor uns liegende zweite Halbzeit. Gleichwohl mit dem Ausblick auf die garantiert über die Weihnachtsfeiertage und zu Sylvester zu bewertenden Hausarbeiten. Denn am 4.1.2016 ist die Ausleitungsveranstaltung anberaumt. Und nein, das ist nicht wirklich Kritikpunkt Nummer 2. Als Selbständige kenne ich das nicht anders, als die Feiertage zu nutzen. Doch wer kann von sich schon behaupten, dass sie oder er dabei die Arbeit quasi feiert (mit Ausnahme des 1. Mai natürlich)? Das ist sicherlich genau so selten, wie wenn Teilnehmende freiwillig mehr Aufgaben erledigen, als sie eigentlich müssten, aus purer Freude oder aus Interesse am Lernen.

Fazit:

Um die Zukunft der Potsdamer G6-W04 mache ich mir keine Sorgen. Möge die Kraft des eigenen Denkens und der Begeisterung ein Leben lang mit euch sein!

Na, das klingt doch toll! Wir freuen uns über einen so positiv gestimmten Bericht und wünschen Ihnen auch für die zweite Hälfte einen weiterhin engagierten Kurs!

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